14.07.2010 Pressemitteilung »Friedensstadt Augsburg feiert ihre Migranten«

14. Juli 2010

Kulturbürgermeister Peter Grab will den Abbau von Fremdheitsgefühl und Vorbehalten fördern und erfüllt ein Wahlversprechen von PRO AUGSBURG.

Drei Tage lang, vom 16. bis 18. Juli, feiert die Friedensstadt Augsburg beim »Festival der Kulturen« ihre Bürger, die aus allen Regionen der Welt zugezogen sind. Von den 267.000 Augsburgern haben knapp 40%, nämlich 105.000, einen Migrationshintergrund. Sie stammen aus fremden Kulturen, die sie auch in ihrer neuen Heimat pflegen, meist weitgehend abgeschottet von den anderen Volksgruppen und der eingesessenen Bevölkerung – außer bei dem Festival, wo 70 Gruppen, Vereine und Initiativen an sieben Spielstätten Musik, Tänze, Theaterstücke, Literatur, aber auch Informationen sowie Kulinarisches aus aller Herren Länder präsentieren.

Kulturbürgermeister Peter Grab, selbst als Migrant nach Augsburg gekommen, hatte das interkulturelle Fest im Wahlprogramm der Bürgervereinigung PRO AUGSBURG verankert. Er ist hochzufrieden. Denn Festival-Koordinator Timo Köster, Projektleiter »Frieden und Interkultur« im Kulturamt, hat von 150 angefragten Gruppen und Vereinen volle 70 Zusagen für Programmbeiträge erhalten. Mit dem Verein »Solidarische Welt« und dem Kunstprojekt »Jean Stein« gewann er zudem zwei kompetente Kooperationspartner, die große Teile des Programms präsentieren.

Für Peter Grab ist das Festival – es verwandelt heuer bereits zum zweiten Mal die Augsburger Innenstadt in eine bunte Festzone – die konsequente Umsetzung des im Weißbuch »Augsburg – eine Stadt für alle« festgeschriebenen Grundsatzes: »Integration bedeutet das konstruktive Miteinander der Menschen aller Gruppenzugehörigkeiten in Augsburg, gleich welcher ethnischen, kulturellen und religiösen Zugehörigkeit, gleich welcher Lebensweisen (Milieus), Lebensformen und Generationen. (…) Eine so verstandene Integration ist eine Aufgabe der gesamten Stadtgesellschaft und eine Querschnittsaufgabe der beteiligten Institutionen

»Gerade niederschwellige, attraktive kulturelle Angebote wie das „Festival der Kulturen“ bieten die Chance, Menschen aus anderen Ländern mit ihren kulturellen, religiösen und sozialen Wurzeln zu erleben und dabei Fremdheitsgefühle, Ängste und emotionale Vorbehalte zwischen den Migrantengruppen und der angestammten Bevölkerung, aber auch zwischen den verschiedenen Volksgruppen abzubauen«, untersteicht Kulturbürgermeister Peter Grab den Sinn des dreitätigen Festivals.

Dies wird im kommenden Jahr in besonderer Weise augenfällig werden, wenn bei der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen einige Spiele in Augsburg ausgetragen werden. Deswegen wird 2011 das Festival, so Grab, in deutlich erweiterter Form unter dem Motto »City of Peace« (Friedensstadt Augsburg) als offizielles Rahmenprogramm Augsburgs zur WM präsentiert. www.kulturamt.augsburg.de [link]

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