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19.05.2010 Fortentwicklung Fünffingerlesturm

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, am 16. Juli 2006 haben die Stadträte Dr. Stefan Kiefer, Claudia Haselmeier und Ulrike Bahr einen Antrag zur Fortentwicklung des Fünffingerlesturms (Fünfgratturms) gestellt. Seit 2 Jahren liegt am Fünffingerlesturm unverändert eine unbefriedigende Situation vor. Eine Fortentwicklung ist in keinster Weise zu erkennen. Dies entspricht nicht dem Ziel des damaligen Antrags. Dies ist auch nicht im Sinne der Bürger, obwohl es wörtlich im Antrag in Aussicht gestellt wurde. Das gilt auch und im Besonderen für die Öffnung des Turms für die Bürger, die explizit im Vertrag zwischen Stadt und Alt-Augsburggesellschaft geregelt wurde.

Die Fraktion PRO AUGSBURG stellt deshalb folgenden Antrag:
1. Es wird festgestellt, dass die Stadt Augsburg am Vorhaben »Fortentwicklung Fünffingerlesturm« nicht mehr festhält.
2. Die Verwaltung wird beauftragt, die Verantwortlichkeiten für die jetztige Situation zu klären, im Besonderen zu prüfen, inwieweit Fehler im Baugenehmigungsverfahren (fehlendes Nutzungskonzept) oder bei dem Abschluss des Pachtvertrags gemacht wurden.
3. Die Verwaltung wird beauftragt, Grundlagen zur Auflösung der unbefriedigenden Situation zu erarbeiten.

Es hat sich nun gezeigt, dass das ursprüngliche Vorhaben keinen Erfolg haben kann und somit auch in Zukunft nicht realisierbar ist. Nun gilt es die festgefahrene Situation wieder aufzulösen, in dem der Ausgangszustand wieder hergestellt wird und der ambitionierte Versuch als gescheitert erklärt wird. Die Stadt Augsburg prüft inwieweit durch Verfahrensfehler, Bau- und Rückbau oder ähnliches noch Kosten zu tragen sind und regelt dies. Gleichwohl ist zu prüfen, ob der Treppenbau in dieser oder ähnlicher Form nicht an anderer Stelle nutzbringend errichtet werden kann, um die Architekten-Leistung und das hochwertige Material zu erhalten. Die Alt-Augsburg-Gesellschaft ist dadurch von einer enormen Belastung befreit und kann sich wieder ganz Ihren vielbeachteten satzungsgemäßen und für die Stadt so wertvollen Aufgaben widmen.