13.09.2011 Erhaltung der Lechkiesbänke zwischen Hochablass und Eisenbahnerwehr
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, in diesem Sommer konnte man beobachten, dass die für die Hochzoller gewohnten Kiesbänke des Lechs nicht mehr benutzbar waren. Als einzige blieb die große und öffentlich hoch genutzte Kiesbank unterhalb des Hochablasswehres zugänglich.
Ursache ist eine Überstauung der Kiesbänke durch die Betriebsführung des Eisenbahnerwehrs.
Es ist möglich, dass die Betriebsgenehmigung diese Aufstauung umfasst. Aber es wird durch diese Art von Betrieb ein genuines Recht der Hochzoller Bevölkerung und im Weiteren der Stadtbevölkerung verletzt.
Durch den Bau des Hochablasskraftwerkes ist nun auch die große Kiesbank bedroht. Man kann die vermutlichen Folgen, die sich ohne Maßnahmen einstellen, am Eisenbahnerwehr sehen. Dort hat die Kraftwerksabströmung die Begehung der Kiesbank unterhalb dauerhaft, unabhängig von der Wasserführung des Lechs, unmöglich gemacht.
Das Gutachten zum Lechkraftwerk lässt die Änderung des Strömungsverlaufs durch das geplante Hochablasskraftwerk außer Betracht. Dadurch wird aber nicht nur die Ästhetik des fließenden Wassers verändert – keine Gischt, kein Naturerlebnis, dafür der Abfluss des beruhigten Kraftwerkwassers – sondern auch die Nutzbarkeit des Flussbettes für die Jugend und die Stadtgesellschaft.
Die Fraktion PRO AUGSBURG beantragt deshalb, bei den Gutachten zur Errichtung eines Hochablasskraftwerks die fehlende Aussage zur Gestaltung der Lechkiesbänke nachzufordern und mit dem Nutzen der Kiesbänke für die Stadtgesellschaft, insbesondere der Hochzoller abzuwägen.
Ferner fordern wir beim Kraftwerksbetreiber des Eisenbahnerwehrs darauf zu dringen, dass der Naturzustand der Fließstrecke zwischen Hochablass und Kraftwerk durch dauerhafte Überstauungen nicht denaturiert wird.
Mit freundlichen Grüßen
Beate Schabert-Zeidler, Fraktionsvorsitzende PRO AUGSBURG
Dr. Werner Lorbeer, Stadtrat PRO AUGSBURG
