Tram in der Maximilianstraße – ein echter Aufreger

Johannes Althammer in der AltstadtDie Maxstraße und der Lindwurm! Alle fünf Minuten donnert eine circa 50 Meter lange Straßenbahn in beide Richtungen durch unsere Prachtmeile.

Die Fotos unserer schönsten Straße wird man nicht mehr ohne Trambahn sehen. Die Brautpaare werden sich in Acht nehmen müssen, wenn sie mit ihren Gästen vor dem Standesamt und am Brunnen feiern wollen. Die Fahrgäste werden an den Haltestellen im Regen stehen, weil nach den Denkmalschutzauflagen eine moderne Haltestelle nicht gebaut werden darf.

An der Remboldstraße und bei St. Margaret ist Verkehrsdauerchaos angesagt. Die Hausbesitzer am Milchberg sehen die Bausubstanz Ihrer Häuser durch ständige Vibrationen gefährdet. Und Feste und Umzüge in unserer Prachtmeile sind nur noch mit extrem hohen Kosten zu verwirklichen. Der KÖ-Umbau muss umgeplant werden.

Sind uns das die beiden Haltestellen in der Maxstraße wert? Bitte lasst den Lindwurm dort fahren, wo genügend Platz ist. Rettet unsere Prachtmeile. Die Dinger sind einfach zu groß für diese schöne Straße.

[Johannes Althammer]

PRO AUGSBURG zur Debatte um die Maxstraßen-Linie

PRO AUGSBURG mahnt zur Besonnenheit.

Hierzu Stadträtin Beate Schabert-Zeidler:

Es gibt keinen Entscheidungsdruck und in absehbarer Zeit keinen Handlungsbedarf.

PRO AUGSBURG forderte immer wieder den Erhalt des Einrückgleises in der südlichen Maximilianstraße. Auch bei Betriebsstörungen ist dieses Gleis unverzichtbar. Städtebaulich und mit Rücksicht auf die historische Einzigartigkeit des Ensembles Maxstraße kann und darf die Entscheidung für eine Linienführung jetzt aber noch nicht getroffen werden.

Wer verantwortlich mit dem historischen Erbe der Stadt und den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger umgehen will, wird erst den Abschluss der Bauarbeiten am Königsplatz, die (Wieder-)Inbetriebnahme der geplanten Linienführung und einen angemessenen Erfahrungszeitraum abwarten müssen, um weitere einschneidende Verkehrsentscheidungen treffen zu können. Vorher sind auch keine belastbare Fahrgastzahlen ermittelbar.

Auch weitergehende Auswirkungen auf eine eventuelle Fördermittelgefährdung müssen langfristig betrachtet werden.

Parallel dazu muss nach Auffassung von PRO AUGSBURG zunächst ein Gesamtkonzept für die Maxstraße erstellt werden, in dem

  • die Bedürfnisse der Stadtgesellschaft an die Aufenthaltsqualität in dieser Straße,
  • die kulturellen Bedürfnisse im Zusammenhang mit dem historischen Ensemble und seinem Erhalt,
  • die Anforderungen des Lärmschutzes der Anwohner,
  • die Erreichbarkeit der Grundstücke und Geschäfte und
  • die Anforderungen des Individualverkehrs und des öffentlichen Nahverkehrs

berücksichtigt und abgewogen werden müssen.

Dieses Konzept muss dann eine Maßgabe für die Erschließung neuer Verkehrswege sein. Dies wird aber zeitlich betrachtet die Aufgabe einer neuen Legislaturperiode sein. Hier Entscheidungen vorwegzunehmen und unnötig den Entscheidungsspielraum einzuschränken, wäre unstatthaft.

Wer nun unnötig panisch populistische Versprechungen streut, riskiert, Bürgerinnen und Bürger mit falschen Hoffnungen und nicht haltbaren Zusagen erneut zu enttäuschen. Wir sehen hier in der Diskussion durchaus Parallelen zur Tunneldiskussion im Wahlkampf 2007.

Die Fraktion PRO AUGSBURG beteiligt sich an diesem populistischen und eventuell dem anstehenden Wahlkampf geschuldeten Aktionismus nicht, sondern mahnt zur besonnenen und sachgerechten Auseinandersetzung mit diesem Thema.

Beate Schabert-Zeidler
Fraktionsvorsitzende PRO AUGSBURG

Dr. Rudolf Holzapfel
1. stellvertr. Fraktionsvorsitzender

Prof. Dr. Rolf Harzmann
2. stellvertr. Fraktionsvorsitzender

Pflasterung der Maximilianstraße – eine Hintergrundinformation

Mit uns ging das: Obere Maxstraße de luxe

Mit PRO AUGSBURG ging das: Obere Maxstraße de luxe.

Wer war dabei bei der Koalitionsabstimmung 2010 zum städtischen Haushalt, mit einer noch intakten CSU? Die Stadträte Rieblinger (CSU) und Lorbeer (Pro Augsburg) konnten sich gegen die versammelten Truppen der Ost-Umgehungsstraßen-Lobby um Hintersberger durchsetzen:

Wir können nicht den Leuten die Hebung der Maximilianstraße versprechen und dann nichts tun.

Die Finanzierung der heute schon sichtbaren Boulevards in der Maxstraße wurde beschlossen und dann im Finanzausschuss auch durchgesetzt. Inzwischen ist Rieblinger bei der NCSM. Ob so ein Beschluss noch einmal gelänge, ist fraglich. Manchmal braucht man eben auch die Gunst der Stunde.

[WL]

Mit Pro Augsburg geht das! Eine Prachtstraße und ein (umstrittener) Verkauf

Wir haben zugestimmt! Das grüne Haus in der Maximilianstraße wurde aus dem städtischen Besitz veräußert. War das eine unverantwortliche Entscheidung, in der Augsburger Tafelsilber verschleudert wurde?

Das grüne Haus: Standpunkte drumherum

Im Liegenschaftsausschuss wurde mit knappster Mehrheit von 7:6 der Beschluss für den Verkauf des »grünen Hauses« in der Maximilianstraße beschlossen. Flapsig formuliert, stilisierten sich die Ablehner aus Rot und Grün als Bewahrer. Wogegen auf Seiten der Koalition PRO AUGSBURG, NCSM und CSU die Argumentation geführt wurde, dass dem alten Haus nichts Besseres widerfahren könne, als in die Hände eines bewahrenden und finanzkräftigen neuen Eigentümers zu gelangen.

Nicht, wie fälschlich behauptet, die Finanznot hat getrieben, sondern das Konzept. Mit defektem Dachstuhl, lichtlosen Innenräumen und ungenügender Sanitärausstattung war es kaum mehr vermietbar, zudem auch der Mieter des Antiquitätenladens in schicksalhaftem Umbruch steht.
Stadtrat Quark trug vehement, zuletzt auch im Stadtrat, die Bewahrungs-Argumentation vor, und zwar in städtischer Hand. Diese Überlegungen sollte von uns generell immer wieder auch überdacht werden.

Prachtvoll fassadenrenoviertes Schulgebäude an der Maximilianstraße. Das ehemalige Gebäude der Fachhochschule für Gestaltung, was noch an den großen Nordlicht-Zeichenfenstern des Giebels erkennbar ist. Bleibt Schulgebäude am zukünftigen Holbein-Campus.

Ein schönes Beispiel ist die neben dem »grünen Haus« stehende Schule. Es gab unter dem Wengert’schen Regenbogen Planungen, dieses Gebäude mit Hilfe eines Investors als Hotel umzubauen. Als sich diese Pläne zerschlugen und die Idee des Holbein-Campus’ Gestalt annahm, fiel der Entschluss, das Gebäude langfristig als Schulgebäude zu nutzen und die Hochbauverwaltung konnte dankenswerter Weise eine Fassadenrenovierung vornehmen, die das Gebäude in einen äußerlichen Prachtzustand versetzte.

Man könnte sich nun sogar vorstellen, dass es eines Tages als ersten innerstädtisches universitäres Gebäude gebraucht werden könnte, neben den anderen Kandidaten für unser Projekt »Uni in die Stadt« wie Gignoux-Haus und Grottenau-Post.

[Rolf Harzmann]

11.05.2012 Areal Dominikanerkirche/Römisches Museum, Predigerberg

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, der Zustand der Dominikanerkirche und die Sicherheit des darin befindlichen »Römischen Museums« ist bekanntermassen besorgniserregend. Auch wenn akut kein Handlungsbedarf besteht, sollte – wie bei anderen Projekten der aktuellen Stadtregierung schon geschehen – mittelfristig eine zukunftsfähige Gesamtlösung für das gesamte Areal gefunden werden. Noch bleibt Zeit, vernünftig zu planen und Lösungen auszuarbeiten.

Die Fraktion PRO AUGSBURG beantragt deshalb, ein 2-stufiges Verfahren auf den Weg zu bringen:

1. einen städtebaulichen Ideenwettbewerb mit Kostenermittlung für das Areal Dominikanerkirche, Hauswirtschaftsschule (mit Sporthalle) und Predigerberg.

2. einen Realisierungswettbewerb mit Kostenermittlung für einen Erweiterungsbau und die Sicherung des »Römischen Museums«

Das Ziel muss nicht nur die Sicherung der Dominikanerkirche und des darin befindlichen Museums sein, sondern auch im angesprochenen Areal wieder eine geordnete städtebauliche Situation herzustellen, vielleicht auch durch eine dort integrierte Quartiersgarage

Mit freundlichen Grüßen
Beate Schabert-Zeidler, Fraktionsvorsitzende PRO AUGSBURG
Prof. Dr. Rolf Harzmann, Kulturpolitischer Sprecher der Fraktion PRO AUGSBURG
Johannes Althammer Sprecher des Arbeitskreises Kultur PRO AUGSBURG e.V.