PRO AUGSBURG ist für den Manzú-Brunnen am Kö, den »Brunnen der Jugend«
Augsburgs West-Ost-Achse vom Bahnhof bis zum Moritzplatz ist durch drei Brunnen gekennzeichnet: Bechteler-Brunnen am Bahnhofsvorplatz, Manzú-Brunnen am Kö sowie den Merkurbrunnen am Moritzplatz. Der Manú-Brunnen musste einem Straßenbahn-Betriebsprovisorium weichen, bis der neue Königsplatz fertig ist. Der Abriss der Brunnenschale erfolgte schonend durch den Betrieb, der sie seinerzeit auch geschaffen hat. So kann man den Brunnen jederzeit wieder installieren, so war es auch immer, speziell im Bebauungsplan 500, vereinbart und niedergelegt.
Der Platz am Kö erweckt diverse Begehrlichkeiten. Die SPD wollte unbedingt einen Bypass einbauen und nun gibt es Bestrebungen, den Straßenbahnbogen Richtung Theater zu erhalten.
Aus meiner Sicht ist der neue freie Königsplatz eine Erweiterung der Fußgängerzone, der den Besuchern, die vom Gleisdreieck oder dem Hauptbahnhof kommen, einen gelassenen Zugang zur Stadt geben soll. Die Zeiten, in denen sich der Besucher durch ein Kfz-Geschehen kämpfen musste, sollten der Vergangenheit angehören.
Der freie und gelassene Königsplatz sollte wieder einen Brunnen erhalten. Augsburgs Identität ist gekennzeichnet vom Wasser – und Brunnen spiegeln den Reichtum der Stadt in ganz unvergleichlicher Weise wider. Der Brunnen der Jugend mit seiner Römerin strahlt diesen Flair in besonderer Weise aus.
Denkt man noch weiter, hinein in die Doppelreihe der Bäume längs des Fugger-Boulevards, so ist dieser Brunnen wiederum der Auftakt zum Bummeln Richtung Theater. Noch steht die zweite Baumreihe nicht, aber es gibt bereits ernst zu nehmende Interessenten am ehemaligen Stadtarchiv, die diese neue Chance als Wirtschaftschance erkannt haben.
Wir sollten diese Chance nicht einem unformulierten Betriebskonzept der städtischen Straßenbahnen opfern. Für PRO AUGSBURG steht die Vision des Innenstadtumbaus Richtung Aufenthaltsqualität und städtischer Erlebnisqualität.
[Werner Lorbeer]

