Umzug des Stadtarchivs in das Textilviertel 2014

Augsburger Geschichte und Industriegeschichte an einem Ort

Zur Person: Leiter des Stadtarchivs Herr Dr. Cramer-Fürtig

Große Aktionen wie der Umzug des Stadtarchivs mit den nötigen Verbesserungen der Lagerung, der Erschließung, der Findmittel, der Digitalisierung … brauchen einen Turm in der Schlacht und zusätzlich die Unterstützung der Politik. Nach sehr guten Erfahrungen mit unserem »Orts-Termin« in der StaBi haben wir uns zu einem weiteren aufgemacht. Getroffen haben wir Herrn Dr. Cramer-Fürtig in seinem Büro. Nach »Aussagen zur Person« stellte er sein zentrales berufliches Anliegen ebenso lebhaft wie überzeugend in den Mittelpunkt des Gesprächs:

Nach der Schulzeit in Neuburg an der Donau und dem Studium in Regensburg, das ich mit meiner Promotion zum Thema »Landesherr und Landstände im Fürstentum Pfalz-Neuburg« in bayerischer Landesgeschichte abgeschlossen habe, arbeitete ich nach einer Fachausbildung an der Bayerischen Archivschule von 1991 bis 2001 im Bayerischen Hauptstaatsarchiv in München.
Seit dem 1. Januar 2002 leite ich das Augsburger Stadtarchiv. Der Reiz an dieser Tätigkeit besteht für mich darin, das für Augsburg so wichtige und dennoch jahrelang sehr vernachlässigte Archiv in die Zukunft zu führen. Mit dem Umzug des Stadtarchivs wird dieser Wunsch nun in Erfüllung gehen.

Das Augsburger Stadtarchiv

Gebäudeansicht in der Fuggerstraße

Seit dem Desaster in Köln, bei dem ein weltberühmtes Stadtarchiv in einer U-Bahn-Baustelle versunken ist, ist die Öffentlichkeit wesentlich mehr sensibilisiert beim Thema Geschichtsspeicher »Stadtarchiv«. Speziell in Augsburg bündelt sich das Interesse an der historischen Verknüpfung von Weltpolitik europäischen Ranges mit der lokalen Entwicklung einer Stadt. Augsburg als Zentrum der Reformation, als wesentlicher Urstatt des Luthertums und der reformatorischen Kirchen, ist von weltweitem Interesse. Das Gebäude der ehemaligen Tabakfabrik Lotzbeck & Cie. in der Umgebung des Stadtmarkts war schon immer ein besonders ungeeigneter Lagerort für wertvolle Dokumente: Ungeziefer, fehlende Klimatisierung, Feuer und Wasser als bestandsgefährdende Bedrohungen und zusätzlich funktionale Defizite lassen diesen Standort obsolet erscheinen. Das einzige, was besticht, ist die zentrale Lage im Herzen der Stadt.

Die Idee des Kulturspeichers Mehr…

Die Staats- und Stadtbibiliothek vor dem Verhandlungserfolg

Im Stadtrat wurde von Herrn Bürgermeister Weber der Verhandlungsstand in Sachen Staats- und Stadtbibliothek bekannt gegeben. Stadtrat Lorbeer formulierte nach dem Vortrag:

Für Pro Augsburg fallen heute Ostern, Weihnachten und Pfingsten auf einen Tag.

Was ist erreicht?

Die Staats- und Stadtbibliothek wird vom Freistaat übernommen werden. Die Bestände bleiben in Augsburg, das Gebäude wird saniert und eine mögliche Gebäudeerweiterung auf der Seite des Maria-Theresia-Gymnasiums angedacht. Das Personal wird vom Freistaat übernommen und erhält ein Rückkehrrecht nach Augsburg.

Die Perspektiven für die Buchbestände verbessern sich durch die Verwaltung durch die Bayrische Staatsbibliothek gewaltig. Es ist auch zu erwarten, dass durch Scannen unserer historischer Buchbestand eine internationale Öffnung erfahren wird. Die Sammelaufträge, vor allem im regionalen Bereich sehr geschätzt, bleiben erhalten.

Alle drei Bürgermeister setzten sich vorbildlich für diese Lösung ein. Prof. Harzmann begrüßte immer schon die Gründung eines Freundeskreises rund um die StaBi, der nun letztlich als kompetenter bürgerlicher Begleiter bei den bevorstehenden Aufgaben gefragt werden wird. Harzmann hatte sich auch hinter den Kulissen bei FDP-Wissenschaftsminister Heubisch für das nun gefundene und hoffentlich bald reife Verhandlungsergebnis eingesetzt. Bürgermeister Grab kann sich freuen, dass seine Startinitiative ein so gutes Ende finden wird: für die Bücher, für die Institution und für das Stadtsäckel.

[WL]

Ein klares Bekenntnis zu Augsburg als Standort von Ulrich Kubak, CEO der Klassik Radio AG

Werner Lorbeer und Prof. Rolf Harzmann von PRO AUGSBURG im Gespräch mit Ulrich Kubak, CEO der Klassik Radio AG mit Sitz in Augsburg.

CEO der Klassik Radio AG, Herr Ulrich Kubak, begrüßte uns zum Gedankenaustausch im 35. Stock des Hochhauses beim Kongress am Park. Der sensationelle Ausblick auf Augsburg, den man von seinem Büro aus hat, begeistert immer wieder.

Die Klassik Radio AG mit Sitz in Augsburg ließ mit ihren Geschäftsberichten 2010/11 und dem Halbjahresbericht 2012 positiv aufhorchen. Man kann der in Augsburg ansässigen AG nur die Daumen für die Zukunft und für die Richtigkeit des Radiokonzepts wünschen.
[PDF des Geschäftsberichts 2010/11]

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Wir sind der am schnellsten wachsende Radiosender.
Wenn die Abgeordneten in Berlin am Morgen in den Bundestag fahren, dann werden viele auf der Fahrt durch die Berlin-Redaktion von Klassik Radio über den Tag informiert.

Mit einigen wenigen Statements grenzt sich Herr Kubak von Regionalsendern ab und rückt die Unternehmung in eine interessante Perspektive. Mehr…