Hans Peter Grab zur Berichterstattung über die Doppik

Luca Pacioli-Erfinder der Doppik

Hans Peter Grab (der Vater von BGM Peter Grab) äußert sich in einem Brief an den Vorstand und die Fraktion von PRO AUGSBURG zum Thema Doppik. Anlass war die kürzlichen Berichterstattung über das Festhalten von PRO AUGSBURG an der wichtigen Einführung der Doppik (Doppelte Buchführung in Konten) bei der Stadt Augsburg. Die Stadt Augsburg ist eine der wenigen, bald wohl schon die letzte (Groß-)Stadt Deutschlands, die noch kameralistisch (lat. camera »Zimmer, Gewölbe«, hier »fürstliche Schatztruhe«) buchführt.

Sehr geehrte Damen und Herren,

aus der Tagespresse entnehme ich, dass PRO AUGSBURG kritisiert wird, dass in den Haushalt 2012 EUR 78.000 für eine Doppik Stelle aufgenommen wurden. Das zeigt, dass die Kritiker offensichtlich nicht wissen um was es geht. Es scheint PRO AUGSBURG nicht gelungen zu sein Mehr…

Verwaltungsmodernisierung via Doppik – ein Schritt ins 21. Jahrhundert

Im Moment sind Haushaltsberatungen. Das Ziel: Haushaltsausgleich und Abwägung von Zahlen und ihren politischen Bedeutungen. Die Grundlage dafür sind Drucksachen von über 1000 Seiten, die aus einem völlig veralteten Dateisystem erzeugt werden. Dessen Informationen lassen sich nie an einem Bildschirm darstellen, und können deshalb auch nicht elektronisch bearbeitet werden.

Die Unübersichtlichkeit der Darstellung produziert Frust auf Seiten der Politik und Frustration auf Seiten der Verwaltung und der Referenten. Änderungen führen zu Änderungslisten, die von den Beteiligten wieder mühsam „zusammengelesen“ werden müssen.

Das „Doppik“-Projekt von PRO AUGSBURG meint nicht nur den Übergang in ein anderes Buchungssystem, um endlich das System „von der Hand in den Mund“ der Einnahme-Überschussrechnung durch ein vorausschauendes und wahrheitsabbildendes Rechenwerk ersetzen zu können.

Es geht um die Einführung moderner datenbankbasierter Softwaremodule, die unter anderem Budgetiermodul, Kassenmodul, Personalmodul etc. enthalten. Es sollen die Arbeitsvorgänge in der Verwaltung verschlankt, übersichtlich, effizient – kurzum – zeitgemäß und ergonomisch gestaltet werden. Mehr…

25.10.2011 Zusammenlegung von KFZ-Werkstätten

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, die Verwaltung der Stadt Augsburg mit ihren angeschlossenen Werkstätten und Dienstleistungsunternehmen verfügt über einen umfangreichen und vielfältigen Fuhrpark. Diese Fahrzeuge müssen regelmäßig gewartet und gepflegt werden.

Reparaturen – gerade bei Spezialaufbauten – können nicht, oder nur kostenintensiv, in Vertragswerkstätten durchgeführt werden. Dazu halten die einzelnen städtischen Betriebe eigenen Werkstätten vor.

Die Modell- und Herstellerpalette ist jedoch vielfältig. Jede Werkstätte muss für sich spezielle Werkzeuge der einzelnen Hersteller anschaffen und dementsprechend auch eigenes Personal zu den jeweiligen Schulungen schicken.

Es kommt also zu Mehrfachanschaffungen und Überschneidungen, die vermeidbare hohe Kosten produzieren und die Personal und teure Gewerbe-Immobilien binden.

Die Fraktion PRO AUGSBURG beantragt deshalb über die Verwaltung zu prüfen, in wieweit kurz- und mittelfristig eine Zusammenlegung bzw. Reduzierung der insgesamt 8 städtischen KFZ-Werkstätten möglich ist.

Damit kann eine Verkürzung der Wege, eine Straffung der Abläufe, höhere Auslastung, günstigere Konditionen und somit eine Gesamtreduzierung der Kosten erreicht werden.

In diesem Zusammenhang wird auch auf die Notwendigkeit einer Modellstraffung des Fuhrparks bei Neuanschaffungen verwiesen.

Mit freundlichen Grüßen
Beate Schabert-Zeidler, Fraktionsvorsitzende PRO AUGSBURG
Dr. Rudolf Holzapfel, 1. stellvertr. Fraktionsvorsitzender

06.10.2011 PM PRO AUGSBURG zur Sanierung der städtischen Altenhilfe

Sehr geehrte Damen und Herren der Medien, der Sanierungskurs der Altenhilfe erfordert jetzt dringende Entscheidungen!

Die von PRO AUGSBURG unterstützten Sanierungsmaßnahmen des Eigenbetriebs Altenhilfe sind in enger Zusammenarbeit mit dem Sozialreferat erfolgreich. Ein entscheidender und wichtiger Schritt für die Wirtschaftlichkeit ist, dass das in die Jahre gekommene Servatius-Stift ausgetauscht wird. PRO AUGSBURG begrüßt die Pläne, das Stift durch einen Neubau – gestaltet nach neuesten pflegerischen Erkenntnissen – im Stadtteil Lechhausen zu ersetzen. Das ist auch ein wichtiger Schritt, um die Mitarbeiter von der Zukunftsfähigkeit der Altenhilfe zu überzeugen.

Den Seniorinnen und Senioren, die teilweise aus sozial schwächeren Gesellschaftsschichten kommen, werden dann angemessene und zeitgemäße Lebensumstände geboten. Und auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Pflege und Hauswirtschaft der Altenhilfe werden maßgeblich entlastet, da die Räumlichkeiten auf die arbeitsergonomischen Bedingungen der Pflege von älteren Menschen ausgerichtet sind.

Die Stadt Augsburg ist wettbewerbsrechtlich gehalten, den Altenhilfebetrieb nicht durch Zuschüsse am Leben zu halten. Nach dem Vorbild der erfolgreichen Sanierung des München Stifts müssen jedoch die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, die ein Pflegebetrieb benötigt, um ordentlich wirtschaften zu können. Durch die bereits vollzogene konsequente organisatorische Trennung von Stiftungen und Altenhilfe ist nun die Möglichkeit geschaffen, dass beide Organisationen unabhängig und kreativ die die Stiftungsziele und die Ziele des Altenhilfebetriebs zum Wohle der älteren und pflegebedürftigen Bürger verfolgen.

PRO AUGSBURG begrüßt in diesem Zusammenhang ausdrücklich die vom Stiftungsamtsleiter Herrn Mordstein angestellten Überlegungen zur Zukunft des »Südsterns«.

Verbunden mit der endlichen betriebswirtschaftlichen Sanierung – die bereits jetzt einen Kreditrahmen von 22 Mio € erforderlich machte – ist das Vorhaben, den Eigenbetrieb Altenhilfe schrittweise aus der Stadtverwaltung auszugliedern und die Überführung in eine GmbH vorzubereiten (Antrag der Grünen und Antrag PRO AUGSBURG).

Zur Vorbereitung fordern wir die Umsetzung wesentlicher organisatorische Schritte, die zur Sanierung des Altenhilfebetriebs unbedingt notwendig sind:

- Die Personalverwaltung soll vollständig in die organisatorische Hoheit des Eigenbetriebs Altenhilfe übergehen, da der Pflegebetrieb in der derzeitigen Konstellation zu lange Entscheidungswege bei Stellenbesetzungen hat. Dies ist sowohl unter Kostengesichtspunkten wie unter den Sachgesichtspunkten des flexiblen Personalmanagements – z.B. Stellenbesetzung – wichtig.

- Da sich die Gründung einer GmbH nicht zeitnah umsetzen lässt (Beschlussvorlage 10-00546 Eigenbetrieb Altenhilfe Augsburg – Neue Rechtsform – Prüfauftrag vom 6.12.2010), sollte ersatzweise auf die bereits 2011 vorbereitete Gründung einer Service GmbH zur Reorganisation von Dienstleistungen des Altenbetriebs zurückgegriffen werden.

Diese beiden Maßnahmen sind entscheidend für die finanzielle Sanierung der Altenhilfe. Wenn jetzt nicht gehandelt wird, und die notwendigen Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Betrieb der Altenhilfe nicht geschaffen werden, riskieren die Entscheidungsträger ein Scheitern sämtlicher Bemühungen und Erfolge.

Im Hinblick auf die Alterspyramide der nächsten Jahren ist es wichtig, dass die Stadt weiterhin kommunale Angebote zur Verfügung stellt und den Markt nicht rein gewinnorientierten Unternehmen überlässt.

Die Zeit zu Beschlüssen drängt. Ohnehin ist es jetzt schon so, dass die nächste Ratsperiode durch den Ausgleich der hohen Defizite (in der derzeitigen Summe ca. 20Mio €) belastet werden wird.

Mit freundlichen Grüßen
Beate Schabert-Zeidler, Fraktionsvorsitzende PRO AUGSBURG
Dr. Werner Lorbeer, Stadtrat PRO AUGSBURG

 

15.09.2011 Amtsleiter Rechnungsprüfungsamt

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, nach der Pensionierung von Herrn XXXXX  ist die Stelle des Leiters der Rechnungsprüfung wieder zu besetzen.

Der Amtsleiter der Rechnungsprüfung sollte folgenden Anforderungen genügen:

- abgeschlossenes betriebswirtschaftliches Hochschul- oder Fachhochschulstudium oder Verwaltungsakademie- bzw. Finanzakademie-Abschluss
- Erfahrung in der Betriebsprüfung und Rechnungsprüfung
- Teamführungserfahrung

Die Fraktion PRO AUGSBURG beantragt, die Stelle als A15 Stelle verwaltungsintern auszuschreiben. Dem Interesse der Sache ist es sicher dienlich, auch über eine externe Ausschreibung nachzudenken, falls sich unter den innerstädtischen Bewerbungen kein idealer Bewerber oder Bewerberin ergibt.

Mit freundlichen Grüßen
Beate Schabert-Zeidler, Fraktionsvorsitzende PRO AUGSBURG
Dr. Werner Lorbeer, Stadtrat PRO AUGSBURG