Einladung zur Vernissage: Ausstellungsprojekt “Merhaba Augsburg”
Das Projektbüro für Frieden und Interkultur lädt alle Augsburgerinnen und Augsburger und Gäste der Stadt zur Vernissage des Ausstelllungsprojekts „Merhaba Augsburg“ am Montag, 17. Oktober, 19 Uhr, Unterer Fletz, Rathaus ein.
Die Ausstellung eröffnet Bürgermeister Peter Grab gemeinsam mit dem türkischen Generalkonsul der Republik Türkei in München, Kadir Hidayet Eris.
„Merhaba Augsburg“ ist ein mehrdimensionales Ausstellungsprojekt, das das Themenfeld 50 Jahre türkische Migration nach Augsburg und Deutschland auf künstlerisch differenzierte Weise zu erschließen und dem Besucher zugänglich zu machen sucht. Es besteht aus vier in sich geschlossenen Teilen, die auf der Basis originaler Materialien inhaltliche Querverbindungen eingehen und 50 Jahre deutsch-türkische Migrationsgeschichte bildstark und authentisch reflektieren.
Das Ausstellungsprojekt ist eines der zentralen Projekte im Rahmen des gleichnamigen Festprogramms „Merhaba Augsburg“ zum 50jährigen Jubiläum des Anwerbeabkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Türkei, das die Stadt Augsburg mit zahlreichen Partnern organisiert.
1. ANKUNFT: Der erste Teil der Ausstellung zeigt die Ankunft der ersten türkischen Gastarbeiter in Deutschland. Ausgehend von den zentralen Ankunftsbahnhöfen München und Frankfurt wurden sie ihren Einsatz- und Wohnorten zugewiesen.
2. WOHNEN: Überbelegung, Enge und mangelhafte hygienische Zustände – die Wohnsituation in den damaligen Baracken und Wohnheimen war häufig mit großen Entbehrungen verbunden, von ihr handelt die zweite Station der Dokumentarausstellung.
3. ARBEIT: Den Lebensmittelpunkt der Gastarbeiter bildete anfänglich uneingeschränkt ihr Arbeitsplatz. Aufgrund fehlender Sprachkenntnisse war der Arbeitsalltag zunächst schwierig, doch auch trotz weniger deutscher Worte wuchs das gegenseitige Verständnis zwischen deutschen und türkischen Arbeitern schnell – Teil 3 der Ausstellung zeigt Gastarbeiter an ihren Arbeitsplätzen.
4. FREIZEIT: Türkische Fußballmannschaften, Cafés und Gebetsräume – mit der allmählichen Eingewöhnung in Deutschland wuchs auch der Stellenwert von Freizeitmöglichkeiten und sozialen Aktivitäten, diesen ist der vierte Teil der Ausstellung gewidmet.
5. DIE ZWEITE GENERATION: Der letzte Teil der Ausstellung zeichnet den Übergang von der ersten zur zweiten Generation türkischer Mitbürger in Augsburg und damit einen wesentlichen Schritt in einer bis heute währenden Entwicklung nach: Sie zeigt die Kinder der Gastarbeiter in Kindergärten und Schulen.
Das ganze Programm “Merhaba Augsburg” zum nachlesen als PDF [Merhaba Augsburg Programmheft]



