Fragen zur Asylbewerberunterkunft klären!

Aus den Erfahrungen der letzten Legislaturperiode hat sich die aktuelle Regierung der Stadt größtmögliche Transparenz und Bürgerbeteiligung auf die Fahnen geschrieben. Gerade im hochsensiblen Bereich der Unterbringung von Asylbewerbern im Stadtgebiet ist es aber müßig, genau diese immer wieder einfordern zu müssen! Die Vorfälle »Windprechtstrasse« und »Anna-Hintermayr-Stift« waren negativ beispielgebend und schürten richtigerweise den Volkszorn und lassen gute Beispiele der Bürgerinformation, wie das »Projekt Augsburg City«, dabei fast vergessen.

Die Fraktion PRO AUGSBURG beantragt daher, die Regierung von Schwaben zu veranlassen,

– dass zeitnah eine Informationsveranstaltung für das betroffene Stadtviertel durchgeführt wird, in der folgende Fragen geklärt werden:

  1. Wie stellt sich der Zeitplan der Bauarbeiten und der Belegung dar?
  2. Welches Konzept der Unterkunft, Betreuung und welche Art der Unterbringung ist vorgesehen?
  3. Welche Gruppen in welchen Gruppenstärken sollen untergebracht werden?
  4. Wer begleitet das Projekt (Ansprechpartner) und wie viel qualifiziertes Fachpersonal steht hierfür zur Verfügung?
  5. dass geeignete Massnahmen zur sozialen Verträglichkeit mit dem Wohnumfeld geschaffen werden.

– dass mittels einer Reduzierung der geplanten Asylbewerberzahlen, einer wohnlichen Unterbringung, ausreichender Begleitung und Betreuung sowie einer sozialverträglich gemischten Besetzung von Männern, Frauen und Familien menschenwürdige und konfliktmindernde Verhältnisse geschaffen werden.

– und dass ausreichend qualifiziertes Personal zur Betreuung der Asylbewerber zur Verfügung steht. Nicht nur im Bereich der Sozialarbeit, sondern auch zur Betreuung der Immobilie (Hausmeister).

Beate Schabert-Zeidler
Fraktionsvorsitzende PRO AUGSBURG

Dr. Rudolf Holzapfel
1. stellvertr. Fraktionsvorsitzender

Prof. Dr. Rolf Harzmann,
2. stellvertr. Fraktionsvorsitzender

Interview mit Tugay Cogal: Der Integrationsbeiratsvorsitzende ist neues PRO-AUGSBURG-Mitglied

3. Vorsitzender Johannes Althammer, Tugay Cogal und Stadtrat Dr. Werner Lorbeer (von links) im Gespräch.

3. Vorsitzender Johannes Althammer, Tugay Cogal und Stadtrat Dr. Werner Lorbeer (von links) im Gespräch.


Herr Tugay Cogal, Vorsitzender des Integrationsbeirats der Stadt Augsburg, ist neues Mitglied bei PRO AUGSBURG. Bürgermeister Peter Grab konnte den engagierten »Deutschtürken« von PRO AUGSBURG überzeugen. Tugay Cogal (sprich: Tugai Tschogal) stellte sich bereits bei der vergangenen Mitgliederversammlung persönlich vor und erklärte sich auch sofort bereit, die Leitung der Arbeitsgruppe »Integration & Migration« für das PRO-AUGSBURG-Wahlprogramm zu übernehmen.

PRO AUGSBURG freut sich sehr, auch die Leitung dieses Arbeitsfeldes mit einem kompetenten Mitglied besetzen zu können. Es wird der Stadt und ihren Bürgern, insbesondere den 40 Prozent »Migranten« (Quelle: 1, 2) in der Bevölkerung, dienen.

Interview mit Herrn Cogal

PRO AUGSBURG: Herr Cogal, wir freuen uns, dass Sie sich zu PRO AUGSBURG entschlossen haben. Stellen Sie sich doch bitte den Mitgliedern kurz vor.

Cogal: Ich bin als Fünfjähriger 1976 mit den Eltern nach Augsburg gekommen. Bin selbst nun Deutscher, verheiratet und habe vier Kinder. Ich arbeite als Schichtführer bei Federal-Mogul (vormals Götze Werke) in Friedberg und bin Betriebsrat. Ehrenamtlich bin ich im Integrationsbeirat der Stadt Augsburg tätig und leite den Sportverein FC Öz Akdeniz (übersetzung: »Das wahre Mittelmeer«). Ferner engagiere ich mich bei der Augsburger Wasser-Welterbe-Bewerbung und im Sportbeirat.

PRO AUGSBURG: Welche Aufgaben hat der Integrationsbeirat?

Cogal: Der Beirat berät die Stadt und ihre Gremien in Sachen der Migranten, Aussiedler und Flüchtlinge und erarbeitet Vorschläge in seinen Ausschüssen Sozial-, Allgemeiner, Kultur- und Bildungsausschuss.

PRO AUGSBURG: Welches sind ihre persönlichen Anliegen für dieses Engagement?

Cogal: Es geht mir um ein gutes Zusammenleben, das Zusammenleben von allen Gruppen und das tolerante Zusammenleben der Religionen – ein respektvoller Umgang miteinander. Für mich persönlich ist die Quelle die alavitische Tradition der Toleranz, die ich auch lebe.

PRO AUGSBURG: Wie schätzen Sie den Stand der Integration in Augsburg ein?

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07.02.2013 PM Fraktion PRO AUGSBURG zu den anstehenden Haushaltsverhandlungen

Sehr geehrte Damen und Herren der Medien, im Vorfeld zu den Haushaltsverhandlungen können wir, rückblickend auf die Legislaturperiode, eine positive Bilanz ziehen. Die in den letzten Haushalten auch von uns eingeforderten Mittel für Innenstadtumbau, Bildung und Bildungsstätten, Ganztagsbetreuung, Krippenausbau, Migration und Integration, Kultur- und Sportstätten etc. waren ein mittlerweile sicht- und spürbar guter Invest.

Ein erster Schritt diese Stadt zukunftsfähig zu machen und eine gesunde Stadtentwicklung voranzutreiben. Dies war in Zeiten von Finanzkrisen und Sanierungsnotstand kein leichtes Unterfangen. Beharrlich, konsequent und kontinuierlich haben wir die Ziele verfolgt, überwiegend auch im Konsens mit unserem Regierungspartner.

Das war nur ein kleiner erster Schritt, wir bleiben am Ball und werden unseren Fokus im Haushalt nun auf eine Reihe wichtiger Projekte setzen.

Im Folgenden sind exemplarisch einige Beispiele genannt:

Im Bereich Sportstätten die dringende Sanierung der Leichtathletikanlage im Rosenaustadion. Die für den Schulsport unverzichtbare Anlage ist mittlerweile so irreparabel desolat, dass akute Verletzungsgefahr beim Betreten besteht. Unser Dank hierbei gilt Bgm und Sportreferent Peter Grab, der die Planung soweit vorangetrieben hat, dass heuer noch mit der Sanierung begonnen werden könnte. Der Augsburger Sport braucht auch den von uns beantragten Sportflächen-Entwicklungsplan (München und Nürnberg haben ihn schon) und den Masterplan Sportstätten, beides werden wir mit den nötigen Mitteln ausstatten.

Im Bereich Kultur sind es beispielsweise die Planungskosten für die Sanierung der Dominikanerkirche, die aktuell in den Haushalt mit aufgenommen werden müssen, oder ein notwendiger und angemessener Zuschuss für die VHS. Als Deckungsvorschlag für diese und weitere Massnahmen eignet sich der Erlös des vom Stadtrat beschlossenen Verkaufs des nicht mehr benötigten Stadtarchivs. Interessenten hierfür sind bereits bekannt.

Bei der Stadtentwicklung drängen wir auf die Fertigstellung des Inninger Dorfplatzes und die hierfür benötigten Mittel. Dazu Planungsmittel für eine städtebaulich sinnvollere Gestaltung des Areals am Predigerberg mittels einer Planerwerkstatt. Und im Bereich Bildung unter anderem auch Planungsmittel für den dringend benötigten Erweiterungsbau der Grundschule Göggingen-West.

Wir werden, wie versprochen, weiterhin die wichtigen Dinge auch bei knappen Budget vorantreiben. Impulse und Prioritäten setzen.

Mit freundlichen Grüßen
Beate Schabert-Zeidler, Fraktionsvorsitzende PRO AUGSBURG
Dr. Rudolf Holzapfel, 1. stellvertr. Fraktionsvorsitzender
Prof. Dr. Rolf Harzmann, 2. stellvertr. Fraktionsvorsitzender
Dr. Werner Lorbeer, Stadtrat PRO AUGSBURG

Peter Grab und der “Große Manhae Friedenspreis” für die Stadt Augsburg

Die Stadt Augsburg als Friedenspreisträger. Wie es dazu kam! Erläuterungen zum »Großen Manhae Friedenspreis«
Sehr geehrte Damen und Herren der Medien,
am 12.8.2012 wird die Stadt Augsburg mit dem Großen Manhae Friedenspreis ausgezeichnet. Bisherige Preisträger waren u.a.: Friedensnobelpreisträger Kim Dae-jung (2003), Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela (2004) sowie Dalai Lama (2005) oder PEN-Präsident John Ralston Saul (2010). Dies zeigt den hohen Stellenwert dieser Würdigung für die Friedensstadt. Wie kam es zu dieser Würdigung, und wie stellte sich die in der Pressemitteilung der Stadt Augsburg so herausragend gewürdigte Zuarbeit von Bürgermeister Peter Grab dar?
Liest man die mehrseitige Pressemitteilung vom 28.3.2012 des Referats OB, so reibt man sich verwundert die Augen. Darin heißt es lediglich: »Weitere Kontakte liefen über Bürgermeister Peter Grab.« Was ist damit gemeint?
Am 10.6.2011 besuchte Dr. Lee Chi-Ran Bürgermeister Peter Grab und zeigte sich zu Recht sehr begeistert von den Aktivitäten unter dem Label »Friedensstadt« Augsburg. Anwesend waren außerdem Genpo Döring (Ehrenrat der Deutschen Buddhistischen Union), auf dessen Empfehlung das Treffen mit Bgm Grab zustande kam, und Timo Köster (Leiter des Büros für Frieden und Interkultur im Referat 5). Dr. Lee Chin-Ran empfahl Bürgermeister Grab, eine Bewerbung für den Manhae Grand Prize 2012 an die Manhae Foundation zu senden, er würde als Jury-Mitglied die Bewerbung unterstützen. Am 17.11.2011 bat das zuständige Komitee Bürgermeister Grab einen repräsentativen Zusammenschnitt aus Videoaufzeichnungen im Zusammenhang mit dem Augsburger Friedensfest und dem interreligiösen Dialog anzufertigen. Der benötigte fünfminütige Film konnte in der Kürze der Zeit nur aufgrund der großartigen Unterstützung von Felix Kovac, Sprecher der Geschäftsführung der hitradio.rt1 augsburg GmbH, erstellt werden. Dieser wurde von Bürgermeister Grab mit einer Zusammenstellung diverser Programmbroschüren eingereicht.

Als nun klar war, wer den Preis erhalten sollte, bat Dr. Lee Chi-Ran Bgm Grab um sein Foto und seinen Lebenslauf für die Verleihungszeremonie, doch dieser vermittelte weiter an Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl, der als Repräsentant nun die an die Stadt Augsburg gerichtete Ehre entgegennehmen wird, auf die wir alle stolz sind!
Ob Programm zum Hohen Friedensfest, Festival der Kulturen, Redereihe »Zusammen leben« -
Augsburger Reden zu Vielfalt und Frieden in der Stadtgesellschaft, »Merhaba Augsburg« – Festprogramm zum 50-jährigen Jubiläum des Anwerbeabkommens Deutschland-Türkei, Forum Interkultur oder die Förderung des Karnevals der Welten und des Festivals der 1000 Töne, die Beiträge zur Friedensstadt Augsburg und zur interkulturellen Öffnung des Referats 5 bzw. des »Multikulturreferenten« Peter Grab (StadtZeitung vom 28.3.2012) lassen sich hier nicht alle aufzählen.
Wir danken Bürgermeister Peter Grab für sein Engagement und seinen Beitrag zur Verleihung der Manhae Foundation an die Friedensstadt Augsburg! Selbstverständlich danken wir auch Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl für sein Engagement und dafür, dass er dieses kulturpolitische Ziel von Peter Grab mitträgt.
Dies in aller Kürze zur ergänzenden Hintergrundinformation.

Einladung zur Vernissage: Ausstellungsprojekt “Merhaba Augsburg”

Das Projektbüro für Frieden und Interkultur lädt alle Augsburgerinnen und Augsburger und Gäste der Stadt zur Vernissage des Ausstelllungsprojekts „Merhaba Augsburg“ am Montag, 17. Oktober, 19 Uhr, Unterer Fletz, Rathaus ein.
Die Ausstellung eröffnet Bürgermeister Peter Grab gemeinsam mit dem türkischen Generalkonsul der Republik Türkei in München, Kadir Hidayet Eris.

„Merhaba Augsburg“ ist ein mehrdimensionales Ausstellungsprojekt, das das Themenfeld 50 Jahre türkische Migration nach Augsburg und Deutschland auf künstlerisch differenzierte Weise zu erschließen und dem Besucher zugänglich zu machen sucht. Es besteht aus vier in sich geschlossenen Teilen, die auf der Basis originaler Materialien inhaltliche Querverbindungen eingehen und 50 Jahre deutsch-türkische Migrationsgeschichte bildstark und authentisch reflektieren.

Das Ausstellungsprojekt ist eines der zentralen Projekte im Rahmen des gleichnamigen Festprogramms „Merhaba Augsburg“ zum 50jährigen Jubiläum des Anwerbeabkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Türkei, das die Stadt Augsburg mit zahlreichen Partnern organisiert.

1. ANKUNFT: Der erste Teil der Ausstellung zeigt die Ankunft der ersten türkischen Gastarbeiter in Deutschland. Ausgehend von den zentralen Ankunftsbahnhöfen München und Frankfurt wurden sie ihren Einsatz- und Wohnorten zugewiesen.

2. WOHNEN: Überbelegung, Enge und mangelhafte hygienische Zustände – die Wohnsituation in den damaligen Baracken und Wohnheimen war häufig mit großen Entbehrungen verbunden, von ihr handelt die zweite Station der Dokumentarausstellung.

3. ARBEIT: Den Lebensmittelpunkt der Gastarbeiter bildete anfänglich uneingeschränkt ihr Arbeitsplatz. Aufgrund fehlender Sprachkenntnisse war der Arbeitsalltag zunächst schwierig, doch auch trotz weniger deutscher Worte wuchs das gegenseitige Verständnis zwischen deutschen und türkischen Arbeitern schnell – Teil 3 der Ausstellung zeigt Gastarbeiter an ihren Arbeitsplätzen.

4. FREIZEIT: Türkische Fußballmannschaften, Cafés und Gebetsräume – mit der allmählichen Eingewöhnung in Deutschland wuchs auch der Stellenwert von Freizeitmöglichkeiten und sozialen Aktivitäten, diesen ist der vierte Teil der Ausstellung gewidmet.

5. DIE ZWEITE GENERATION: Der letzte Teil der Ausstellung zeichnet den Übergang von der ersten zur zweiten Generation türkischer Mitbürger in Augsburg und damit einen wesentlichen Schritt in einer bis heute währenden Entwicklung nach: Sie zeigt die Kinder der Gastarbeiter in Kindergärten und Schulen.

 

Das ganze Programm “Merhaba Augsburg” zum nachlesen als PDF [Merhaba Augsburg Programmheft]