Kulturreferent Peter Grab stellt sich vor Verwaltungsmitarbeiter

Peter Grab auf FacebookAm 18. Mai erschien in der Augsburger Allgemeinen dieser Artikel:
Generalangriff: Augsburgs Theater muss sich öffnen [...]

Leider wird darin mein Mitarbeiter Timo Köster und das Handlungskonzept zur so wichtigen und überfälligen interkulturellen Öffnung der Kulturinstitutionen heftig angegriffen. Ist etwa nun ein Kulturk(r)ampf entbrannt? Das verdient weder das Theater, noch die Migranten.

Mit dieser Pressemitteilung habe ich reagiert:
Kulturreferent Peter Grab stellt sich vor Verwaltungsmitarbeiter

Kulturreferent Peter Grab stellt sich vor Verwaltungsmitarbeiter

Bürgermeister und Kulturreferent Peter Grab hält eine Reduzierung auf die Person von Timo Köster im AZ-Artikel »Generalangriff« vom 18. Mai 2013 für nicht gerechtfertigt. Der Kulturausschuss der Stadt Augsburg hat ein zu erarbeitendes Handlungskonzept zur interkulturellen Öffnung der Augsburger Kultureinrichtungen beschlossen. »Damit hat Timo Köster nicht nur im Auftrag gehandelt, sondern das Konzept auch in mehreren Gremien erarbeitet – darunter das Forum Interkultur in den Jahren 2010 bis 2012. Als Kulturreferent habe ich das Handlungskonzept befürwortet und dem Kulturausschuss vorgelegt, der es einstimmig verabschiedet hat«, erläutert Grab.

Zudem wurde das Konzept den Leitungen der städtischen Kulturinstitutionen im Vorfeld vorgestellt und ihnen damit die Möglichkeit für Einwände oder Änderungen eingeräumt. Kulturreferent Peter Grab: »Für Kritik am Handlungskonzept gibt es zwei korrekte Adressaten: entweder ich als Kulturreferent oder der Kulturausschuss.«

Zur Entstehung des Handlungskonzepts erläutert der Kulturreferent, dass alle Kultur- und Bildungseinrichtungen neben Vertretern von Migrantenvereinen und Einzelpersonen eingeladen waren, mitzuwirken. »Ich bin überzeugt, dass die interkulturelle Öffnung vor dem Hintergrund des demografischen Wandels eine der wichtigsten kulturpolitischen und kommunalpraktischen Herausforderungen ist. Das zeigen die bundesdeutschen Entwicklungen, wie auch die vielen Initiativen auf Landesebenen. Wird dieser notwendige Prozess in Frage gestellt, werden damit Tragweite, Notwendigkeit und das Potential der Kultureinrichtungen in der Zukunft verkannt«, so der Kulturreferent. Es sei Aufgabe der Kulturpolitik, sich eben auch langfristig und perspektivisch Gedanken über das Publikum von morgen zu machen. »Das ist letztlich auch eine Überlebensfrage von Kultureinrichtungen. Wenn in Augsburger Kindergärten 80 oder 90 Prozent der Kinder Migrationshintergrund aufweisen, dann muss die Frage erlaubt sein, wie ein prozentualer Anteil für das Theater zu begeistern und zu gewinnen ist«, so Kulturreferent Grab.

[Peter Grab]

Kunst auf Hochzolls Plätzen

Das Foto zeigt (von links) Melitta Schuster, Aktionsgemeinschaft Hochzoll, Dr. Werner Lorbeer, Stadtrat PRO AUGSBURG, Clemens Brocker, Künstler des Objekts »wohin«, erstmals ausgestellt in der Großen Schwäbischen Kunstausstellung im Zeughaus, Tina Schüssler, Kickbox-Weltmeisterin und Bürgermeisterkandidatin für Diedorf.

Das Foto zeigt (von links) Melitta Schuster, Aktionsgemeinschaft Hochzoll, Dr. Werner Lorbeer, Stadtrat PRO AUGSBURG, Clemens Brocker, Künstler des Objekts »wohin«, erstmals ausgestellt in der Großen Schwäbischen Kunstausstellung im Zeughaus, Tina Schüssler, Kickbox-Weltmeisterin und Bürgermeisterkandidatin für Diedorf.

 

Nunmehr ist das letzte Kunstobjekt aus dem Projekt »Kunst auf Hochzolls Plätzen« aufgestellt worden. Das Projekt aus dem Rahmen »A HZ 100« zum 100. Jubiläum der Eingemeindung Hochzolls wurde konzipiert, um den Stadtteil Hochzoll in seinem Selbstbewusstsein vor Augen zu führen.

Die Objekte wurden längs der Friedberger Straße gruppiert, um auch den durchfahrenden Verkehr zu animieren, in Hochzoll zu verweilen. Der große Infrastrukturimpuls, der mit der Linie 6 und der Verengung der Straße gesetzt wurde, muss in Lebensmöglichkeiten der anwohnenden Bevölkerung umgesetzt werden.

Hochzoll, der Gartenstadtvorort, bietet eine vollständige Infrastruktur, mit dem Hochablass das attraktivste Naherholungszentrum Augsburgs, beste Verkehrsanbindungen und mit den Zentren am 12-Apostel-Platz und an der Friedberger Straße attraktive Einkaufsgelegenheiten.

»Kunst auf Hochzolls Plätzen« ist nicht nur Ausdruck eines gewachsenen Selbstbewusstseins, sondern auch Ausdruck einer größeren Wehrhaftigkeit des Stadtteils, dem durchlaufende Bundesstraßen oder ein Lech-Kraftwerk mitten im Naherholungsgebiet zukünftig nicht mehr zugemutet werden können.

Wir setzen auf die heilende und sozial integrierende Wirkung von Kunst und freuen uns, dass das Projekt gelungen ist. Wir erwarten, dass die Objekte auch diskutiert werden. Die Ausstellung wird im Laufe des Sommers wieder abgebaut werden. Es wäre wünschenswert, wenn in der Folge in Hochzoll ein Kunstwerk auf öffentlichem Platze verbliebe.

Die Aktionsgemeinschaft Hochzoll wird unter Anleitung von Frau Inge Lemmerz am 15. Juni 2013 vormittags am Platz vor der Post ein soziales Kunstprojekt abschließen und eine Kunstwand unter dem Motto »Hochzoll vernetzen« montieren.

Dank an die Künstler:

Josef Lang, »Blaumann«, Ecke Zugspitz-/Friedberger Straße
Clemens Brocker, »wohin?«, Eingang zum RDG
Christoph Bechteler, »Turm«, Peterhof-Platz
Christoph Bechteler, »Brunnen vor dem Rudolf-Diesel-Gymnasium«, Schulhof RDG
Horst Langer, »Die Zeit die uns bleibt«, Westfront Heilig Geist
Theo Bechteler, »Taufbrunnen«, Hof zu St. Mathäus

[WL]

Die eigenverschuldete Not des Stadtjugendrings

Wie können 500.000 Euro seit 2008 (AZ v. 27.03.13) nach und nach »verschwinden«, ohne dass dies durch die Verantwortlichen bemerkt wird? Wer ist hier verantwortlich? Ist es allein der Geschäftsführer? Muss und kann das überhaupt getrennt werden? Welche Rolle spielt hierbei der ehrenamtliche Vorstand des Stadtjugendrings? Durch die bekannte, krankheitsbedingte Abwesenheit des hauptamtlichen Geschäftsführers wurde dessen Funktion von wem übernommen?

Nach Aussage des Geschäftsführers Jesske will dieser im Rahmen einer überprüfung des Haushalts 2012 (AZ-Interview v. 27.03.13) festgestellt haben, dass, Zitat: »Geld fehlt«. Nach den Berichten der Augsburger Allgemeinen handelt es sich um die kompletten 500.000 Euro. Dies allein fehlerhaften Buchungen und einer Mitarbeiterin der Buchhaltung anzulasten, erscheint doch etwas merkwürdig, da ein Blick auf das Bankkonto genügt hätte, um das Fehlen des Geldes festzustellen.

Unter diesem Licht ist auch der »Rüffel« des Dachverbandes Bayerischer Jugendring (AZ v. 27.03.13) ebenfalls als Selbstschutz zu verstehen, denn gerade dieser Verband hat ja die Innenrevision gestellt. Bestätigt hat der Bayerische Jugendring im Interview mit der DAZ (03.04.13), dass nur eine oberflächliche Revision stattgefunden hat.

Herr Brandmiller ist seit 2003 Vorsitzender des Stadtjugendrings. Eine seiner Kernaussagen zu seiner Bewerbung um die Grüne OB-Kandidatur ist eine transparente Finanzstruktur. Wie sind diese Vorgänge beim Stadtjugendring damit in Einklang zu bringen? Bekannt ist, dass beim Stadtjugendring eine Evaluation stattgefunden hat. Diese Ergebnisse wurden bis heute nicht vorgelegt. Gibt es hier bereits Hinweise? Auch die Aktion »Wir lassen uns nicht streichen« zu den Haushaltsberatungen 2011 mag rückblickend bereits ein Hinweis auf Liquiditätsprobleme beim Stadtjugendring gewesen sein.

Herr Jesske ist als Geschäftsführer des SJR in der operativen Verantwortung. Dies betrifft auch die Zahlungsfähigkeit der Körperschaft, die dem Vernehmen nach circa 100 Leute beschäftigt. Wenn die Führung der Geschäfte durch Aufzehrung von Rücklagen und mangelnder Liquidität gefährdet war, muss geklärt werden, ab wann für ihn das erkennbar war. Das ist seine Obliegenheit. In jedem Falle trägt der ehrenamtliche Vorsitzende, Herr Brandmiller, letztlich die Verantwortung für die Körperschaft, ihre Aufgaben und ihre Geschäfte. Ihm obliegt die Kontrolle der Bilanzen und des Geschäftsberichts.

Wann hat Herr Brandmiller die Konsequenzen gezogen und ist mit seinem Wissen an die Öffentlichkeit gegangen? Als Körperschaft des öffentlichen Rechts, die von öffentlichen Zuschüssen lebt, hätte er ganz besonders die Pflicht, diese auch angemessen zu informieren.Dies ist bis heute nicht geschehen.

Erhebliche Fragen wirft die Informationspolitik der Stadtspitze auf. Bei einer Finanzaffäre von diesem Ausmaß wurden die städtischen Gremien, so auch der Finanzausschuss, bis heute nicht über den Umfang der überbrückungshilfen informiert. PRO AUGSBURG wird deshalb einen Antrag stellen, dass Kontrollmechanismen erarbeitet werden, die eine weitestmögliche Transparenz für städtische Zuschüsse bringen wird, um ähnliche Vorkommnisse künftig zu vermeiden. Auch die offensichtliche Unmöglichkeit der genauen Revision durch den Dachverband macht dies unumgänglich.

Beate Schabert-Zeidler
Fraktionsvorsitzende PRO AUGSBURG

Frank Dietrich
1.Vorsitzender PRO AUGSBURG e.V.

Ausgleichszahlung für eine NS-verfolgungsbedingt entzogene Augsburger Goldschmiedearbeit

Einer Beschlussvorlage zur Ausgleichszahlung für eine NS-verfolgungsbedingt entzogene Augsburger Goldschmiedearbeit der Kunstsammlungen Augsburg hat der Stadtrat am 21.03.2013 einstimmig zugestimmt.

Auszug der Pressemitteilung der Stadt Augsburg

“Die Stadt Augsburg leistet mit tatkräftiger Hilfe privater Mäzene eine Ausgleichszahlung für ein bedeutendes Kunstwerk der Kunstsammlungen und Museen Augsburg. Es handelt sich dabei um ein von den Nationalsozialisten entzogenes Kulturgut der jüdischen Sammlerin Emma Ranette Budge.

Im Besitz der Stadt Augsburg befindet sich ein silbervergoldetes Ziergefäß (Inv. Nr. 9179) in Form einer Muschel, welches sich ursprünglich in der Budge-Sammlung befand. Emma Ranette Budge, geb. Lazarus, die am 17. Februar 1852 in Hamburg geboren wurde, entstammte einer wohlhabenden jüdischen Hamburger Kaufmannsfamilie. Sie war eine leidenschaftliche Sammlerin und trug im Laufe ihres Lebens eine wertvolle Kollektion von Gemälden, Porzellan, Kleinplastiken, Textilien, Silber- und Bronzegeräten zusammen. Sie verstarb am 14. Februar 1937 in Hamburg und ihre Sammlung wurde, nachdem die Reichskulturkammer die Versteigerung zuvor genehmigt hatte, vom 4. bis 6. Oktober bzw. vom 6. bis 7. Dezember 1937 beim Auktionshaus Lange in Berlin versteigert.

Im Hinblick darauf, dass die Erben von Emma R. Budge als Juden vom national-sozialistischen Deutschland rassisch verfolgt wurden und sie die Budge-Sammlung deshalb verfolgungsbedingt verloren haben, wurde zwischen den Erben und der Stadt Augsburg auf der Grundlage der Washingtoner Erklärung vom 3. Dezember 1998, der Gemeinsamen Erklärung vom 14. Dezember 1999 und der Handreichung vom Februar 2001 eine für beide Seiten faire und gerechte Lösung gefunden.”

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier: augsburg.de – PM: Ausgleichszahlung für eine NS-verfolgungsbedingt entzogene Augsburger Goldschmiedearbeit der Kunstsammlungen Augsburg

Interview der Augsburger Allgemeinen mit Peter Grab zur OB-Kandidatur

Bürgermeister Peter GrabVor dem Hintergrund der gestrigen Mitgliederversammlung von PRO AUGSBURG (20.03.2013) erschien heute auch ein Interview von Lokalredakteur Michael Hörmann mit Bürgermeister Peter Grab in der Augsburger Allgemeinen (S. 42) und auf augsburger-allgemeine.de.

Unter dem Titel »Peter Grab wird OB-Kandidat bei Pro Augsburg« spricht Peter Grab über Erfolge, Ziele und seine Beweggründe zur erneuten OB-Kandidatur.

Hinweis: In der Überschrift zum Interview hat sich bei der AZ ein Schreibfehler eingeschlichen. Sofern dieser behoben werden sollte, ist der obige Link nicht mehr erreichbar. Versuchen Sie dann stattdessen diesen Link:
[Korrigierter Link zum AZ-Interview]

[RP]