08.12.2011 Presseerklärung zur PK von MdL Georg Winter am 08.12.2011

Sehr geehrte Damen und Herren der Medien.

Was für ein schöner Tag!

Herr Georg Winter hat uns in seiner Funktion als Vorsitzender des Haushalts-Ausschusses des Bayerischen Landtags heute wissen lassen, dass er alles dafür tun werde, den Betriebskostenzuschuss für das Augsburger Stadttheater von bisher 5,8 (2010) auf 7,4 Mio. €(2012) erhöhen zu lassen.

Dies ist in Sachen Theater die zweite Froh-Botschaft aus München, nachdem Staatssekretär F. J. Pschierer bereits im Sommer dieses Jahres zusätzliche 400.000 € für 2011 zugesagt hatte. Solche Meldungen hören wir gerade auch angesichts der aktuell heftigen Verwerfungen des städtischen Haushalts mit großer Freude.

Da bei Erfolgen wie diesem die Väter wie üblich Schlange stehen, stellt sich die Frage nach Mehr…

UNESCO-Weltkulturerbe: Expertenkommission empfiehlt vier Bewerbungen

Eine weitere Initiative unseres Kulturreferenten und Bürgermeisters Peter Grab trägt Früchte.

Wie das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur mitteilt, hat eine unabhängige Expertenkommission die 13 eingereichten Vorschläge anhand der UNESCO-Kriterien bewertet. Die Experten haben einvernehmliche folgende Empfehlungen ausgesprochen:

• Schlösser König Ludwigs II. von Bayern
• Alpine und voralpine Wiesen- und Moorlandschaften imWerdenfelser Land
• Der Nürnberger Prozess im Saal 600
Historisches Technik- und Kulturensemble „Augsburger Wasserwirtschaft“

Der Hintergrund der Bewerbung war, dass Augsburg über Mehr…

PRO AUGSBURG setzt sich für die Rettung Augsburger Kulturgüter ein.

Foto: Siegfried Kerpf

Bürgermeister Peter Grab präsentierte diesbezüglich im Februar 2009 ein Exposé zur Rettung der Exponate in der Staats- und Stadtbibliothek, im Stadtarchiv sowie der Stadtarchäologie. Nachdem viele Jahre lang im Spickelbad römische Steindenkmäler unter Wasser standen, gelang es dem Kulturreferenten nun, über eine vollständige Drittfinanzierung den Umzug in ein Trocknungslager zu sichern. Nach dem Umzug des Stadtarchivs auf das AKS-Gelände ist es geplant, auch die archäologischen Bestände dort unterzubringen, zu denen auch die nun geretteten Steindenkmäler gehören.

 

Foto: Siegfried Kerpf

Lesen Sie hierzu auch aus der Pressemitteilung der Stadt Augsburg:

Rettung für römische Steindenkmäler

Der Abtransport von rund 300 römischen Steindenkmälern aus dem Keller des Spickelbades in ein Zwischenlager hat begonnen. Nachdem die Lagerbedingungen aufgrund des gestiegenen Grundwasserspiegels nicht mehr akzeptabel waren, musste dringend nach anderen Lösungen gesucht werden, um eine weitere Beschädigung der Funde durch Feuchtigkeit und Nässe zu verhindern. Kulturbürgermeister Peter Grab hat daher eine Sponsoringaktion ins Leben gerufen und sich erfolgreich um Fördermittel der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen bemüht.

Im Keller des Spickelbades muss während der Arbeiten, die mindestens eine Woche dauern, laufend Wasser abgepumpt werden. Mit einem Gabelstapler werden die tonnenschweren Steindenkmäler aus dem Keller über einen Lichtschacht ins Freie transportiert und auf einen LKW verladen.

Die Rettungsaktion für die bereits seit langem unzureichend aufbewahrten Kulturgüter steht im Zusammenhang mit der geplanten Errichtung eines archäologischen Zentraldepots. Derzeit sind die meisten der archäologischen Funde auf über zehn Standorte im Stadtgebiet verteilt. Die Stadt hat daher Hallen auf dem Gelände der ehemaligen Augsburger Kammgarnspinnerei südlich des Textil- und Industriemuseums erworben. Nach ihrer Sanierung sollen sie neben dem neuen Stadtarchiv auch das archäologische Zentraldepot beherbergen. Den Projektbeschluss dazu hat der Stadtrat vor kurzem gefasst; die planerischen Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.

Dank einer umfassenden Förderung durch die Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen mit Landeskonservator Dr. Michael Henker und mit Hilfe großzügiger Spenden des Augsburger Clubs mit Präsident Dr. Peter Fassl sowie der Patrizia Projekt 110 GmbH mit Geschäftsführer Jürgen Kolper kann die Rettungsaktion der römischen Steindenkmäler jetzt durchgeführt werden. Kulturbürgermeister Peter Grab: „Durch die Unterstützung generöser Förderer und Spender kann bedeutendes Kulturgut vor weiterem Schaden bewahrt werden. Dieser großartige Verlauf der Rettungsmaßnahme ist ein Ansporn, mich nach Kräften für die Realisierung des Zentraldepots einzusetzen.“

 

Bremer Fans zu Gast in Augsburg – Besuch im Rahmen des Präventionsprojekts Augsburg Calling war ein voller Erfolg

 

Klaus-Dieter Fischer (Präsident des SV Werder Bremen), Bürgermeister Peter Grab sowie Projektleiter von Augsburg Calling Gerhard Seckler

Das über ku.spo geförderte Netzwerkprojekt Augsburg Calling verbindet Fußballfans und Regionen; das war am vergangenen Wochenende wieder deutlich zu spüren. Nach dem Besuch der FCA-Fans in Bremen im März 2010 waren jetzt die Bremer zu Gast in Augsburg. Ein breitgefächertes Programm verknüpfte nicht nur Sport und Kultur; auch das gesellige Beisammensein kam nicht zu kurz: Nach dem Spiel wurde im Kreuzweise gefeiert. Am Samstag folgten ein Weißwurstfrühstück, eine Begrüßung von Bürgermeister Peter Grab mit Gedanken zu Kultur und Sport, eine Stadtführung und eine Lesung von Franz Dobler. Das Programm fand bei allen Beteiligten großen Anklang; auch Klaus-Dieter Fischer, Präsident von Werder Bremen, bekundete seine Begeisterung für Augsburg Calling. Für das Rückspiel ist ein Re-Calling mit Bremen geplant.

Augsburg Calling ist eine in der Bundesliga deutschlandweit etablierte Veranstaltungsserie in Zusammenarbeit mit der Stadt Augsburg (ku.spo), der Regio Augsburg Tourismus GmbH, dem FC Augsburg sowie der DFB Kulturstiftung und weiteren Partnern und Netzwerken aus den Bereichen Musik- und Sportkultur, die in der Saison 2011/12 ausgebaut wird. Ziel ist ein Regionen übergreifender Kultur- und Sportaustausch zur Freundschaftsförderung und Gewaltprävention zwischen den Fußball- und Musikfans der jeweiligen beiden Regionen.

Bürgermeister Peter Grab im Neue Szene Interview

Herr Grab, von den Öffnungszeiten der Bücherei, der drohenden Zerschlagung der Stabi, dem umstrittenen Kuspo-Konzept, der Dauerbaustelle Stadttheater, dem sehbehinderten Eisstadion  bis zum abgelehnten Biennale-Konzept…ist die Krise bei Ihnen eine Art Dauerzustand?

 Die Öffnungszeiten der Stadtbücherei um lediglich eine Stunde täglich zu kürzen war ein Versuch, angesichts zu wenig Personal zu reagieren, wozu ich ja verpflichtet bin. Die Kürzung sollte nur so lange andauern, bis wieder mehr Personal zur Verfügung steht. Die Stabi ist bekanntlich auf einem sehr guten Weg. Ohne den ku.spo-Fördertopf hätte vom City-of-Peace-Programm über das Friedensmarathon bis hin zu Schul-, Integrations- und Vereinsprojekten vieles nicht stattfinden können – deshalb wurde heuer ku.spo einstimmig von allen Fraktionen im Sportausschuss beschlossen. Das Theater Augsburg ist ebenso auf einem guten Weg wie das Curt-Frenzel-Stadion – beide Großprojekte wurden jahrzehntelang nicht angegangen, wir hatten den Mut dazu. Und das Biennale-Konzept ist der richtige Schritt, die enorme und unterfinanzierte Anzahl von Augsburger Festivals in den Griff zu bekommen. Ich bin überzeugt, dass eine Lösung kommen wird. Eine Krise kann man auch herbei reden. Ich habe sie nicht.

 Was sagen Sie zum Vorwurf, ihre Kulturpolitik sei verfehlt? Mehr…