Stadtwaldranger gefordert

Beate Schabert-Zeidler HochformatVon Beate Schabert-Zeidler, Platz 2

Augsburgs Stadtwald ist von europäischem Rang. Er ist der wichtigste Trittstein für die Natur zwischen der Schwäbischen Alb und den Alpen. Die Heiden beherbergen seltene Arten. Außerdem dient der Stadtwald als Sammler für das Augsburger Trinkwasser.

Augsburg wurde kürzlich aufgeschreckt durch einen groß angelegten Diebstahl von Spitzorchideen, die in den Heiden ausgegraben wurden.

Unsere Jugend muss an das Naturerbe herangeführt werden. Kontroll-, Überwachungs- und Bildungsaufgabe im Stadtwald und am Lech müssen in einer Hand zusammengeführt werden. Wir fordern deshalb, beim Landschaftspflegeverband einen Stadtwaldranger anzustellen, der sich der Überwachungsprobleme annimmt und die Natur des Stadtwalds durch Naturerfahrung für die Jugend erschließt.

Stadtwald

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Der Lechfahrradweg hat ein Loch! PRO AUGSBURG fordert Lechkonferenz

LechfahrradwegDer Lechfahrradweg von der Schwäbischen Alb bis nach Tirol sollte den ganzen Lech erfahrbar machen: Mit Wanderwegen und Radwegen. Davon sind wir noch weit entfernt. Es muss in das Bewusstsein der Öffentlichkeit, dass der Lech eine einmalige Verbindung der großen Naturräume Schwäbische Alb und Alpen darstellt.

Die große Lücke in den Wanderwegen südlich von Augsburg ist für den Naturfreund mehr als ärgerlich. Google Maps zeigt, dass weder westlich noch östlich des Lechs eine Fahrradtrasse existiert. Auch in Kombination von beiden lässt sich kein brauchbarer Weg finden.

Die beliebte Fahrradwanderroute Via Claudia beispielsweise weicht sogar bis westlich der B17 aus. Es ist höchste Zeit und ebenso im Sinne des modernen Naturerlebens wie auch des erwachenden Fahrradtourismus’, Lückenschluss zu betreiben.
Das Google Maps entnommene Bild [Link zur Karte auf Google Maps], das den Lechabschnitt zwischen Unterbergen und Prittriching zeigt, macht die Forderung nach einem zusammenhängenden östlichen Radweg deutlich. Man erkennt die bestehende Unterbrechung. Gleichzeitig wird auch sichtbar, dass von Osten her immer mehr Gewerbeansiedlung (Solaranlage) an den Lech herangeschoben wird. Diese Tendenz muss dringend gestoppt werden.

Die Augsburger Politik muss über ihren Tellerrand hinausblicken. Eine Umweltstadt muss sich um den gesamten Lech kümmern. Eine durch Augsburg organisierte Lechkonferenz könnte Vertreter von Tirol und bayerische Lechanlieger zusammenbringen und die verbindenden Themen Wasserkraftnutzung, touristische Nutzung und Biodiversität im Zusammenhang diskutieren.

Ein Umweltreferent in der nächsten Ratsperiode muss sich dieser regionübergreifenden Aufgabe stellen. Wir müssen dringend ein Projekt der Auenerweiterung auf der ganzen Länge des Lechs von Augsburg ausgehend auf deutscher Seite anschieben.

[WL]

Landschaftszerstörungen im Wertachtal – Wertach vital nicht isolieren!

Wertach vitalNaturfreund Markus Wende hat protestiert gegen die Zerstörung der Landschaft im Augsburger Wertachtal. Er fordert, dass Wertach vital nicht nur auf den Fluss bezogen, sondern auch ein Label für das ganze Tal wird. Dazu gehört ganz sicher ein schonender Umgang mit Böden und Hecken. Stadtnahe Landwirtschaft hat andere Aufgaben als das Füttern von Biogaskompostern oder den Boden für Solaranlagen bereitzustellen.

Die von Markus Wende erstellte und zur Verfügung gestellte Fotostrecke ist ein erschütterndes Zeugnis von Landschaftszerstörung rings um Wertach vital im Bereich Neu-Bergheim/Wellenburg.

Markus Wende ruft PRO AUGSBURG, die Stadtregierung und die Stadtgesellschaft auf, die Natur rund um die Stadt neu zu bewerten. Große Anstrengungen des Naturschutzes wie Wertach vital dürfen nicht kurzsichtigen Interessen des landwirtschaftlich-industriellen Komplexes geopfert werden. Auch Planungen wie in Hochzoll, wo intakte Äcker für Solarüberglasung planerisch zur Verfügung gestellt wurden, müssen eine Ende finden und im Interesse der stadtnahen Erholung für die Bürger eine klare Absage erhalten. Viel wichtiger ist die stadtnahe Produktion von frischen Lebensmitteln bis hin zur kleinteiligen Flächennutzung durch Bürgeräcker oder Selbsternteanlagen.

Das Projekt Licca liber sollte aus dem Beispiel Wertach lernen: Schutz des Stadtwalds und Schaffung eines cordon sannitaires längs des Flusses durch Unterstützung einer angepassten Landwirtschaft ist hier frühzeitig geboten. Am besten geht das durch ein abgestuftes Zonenkonzept, das ein hartes Aufeinanderprallen wie im Wertachtal von vorne herein verhindert.

Weiterlesen: Offener Brief an OB Gribl und Umweltreferent Rainer Schaal

[M. Wende, WL]

04.11.2013 Messwerte für die Umweltstadt im neuen Königsplatzdreieck

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, als führende Umweltstadt hat Augsburg die Verpflichtung, ihren Umweltzustand an den Bürger zu berichten. Wir glauben, dass das neue Gleisdreieck ein guter Ort wäre. Man kann davon ausgehen, dass es auch mit einem Informationsscreen bestückt sein wird, der sich zur Darstellung von Stadtinformationen eignet.

Die Fraktion PRO AUGSBURG beantragt daher mit den Stadtwerken zu verhandeln, mit dem Ergebnis, hierfür am neuen Königsplatz einen vorhandenen und gut einsehbaren Informationsscreen mitnutzen zu können bzw. ggfs hierfür einen solchen zu installieren.

Die Idee ist, im Internet verfügbare umweltrelevante Daten an Passanten weiter zu liefern. Wir stellen uns dabei einen Set aus – Wetterdaten – medizinisch relevanten Daten und – Umweltdaten vor.

Beispiele könnten sein: UV, Wind, Wolkenhöhe, Ionisationsgrad von Luft, Radioaktivität, Feinstaubbelastung, Stickoxidbelastung etc. bis hin zu populäreren Messwerten wie die Wassertemperatur von Lech und Seen. Das bayerische Umweltamt verfügt über einen Großteil der gewünschten Daten aus kontinuierlichen Messungen und könnte uns hier bestimmt einen Anschub leisten. Mit der Zeit würde sich das Projekt auch neue Messwerte erschließen.

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, wir sollten nicht ängstlich sein, dass der eine oder andere Messwert auch einmal eine politische Dimension haben könnte. Umweltschutz kommt nur mit objektiven Daten voran. Und das auch wiederum am Besten, wenn er nicht im stillen Kämmerlein sondern in der Öffentlichkeiten präsent ist und deshalb auch zur Diskussion steht.

Abschließend möchten wir anmerken, dass wir bereits einen ähnlichen Antrag für den Stadtmarkt und den Kö gestellt haben, dieser wurde aber leider nie ganz umgesetzt!

Mit freundlichen Grüßen
Beate Schabert-Zeidler, Fraktionsvorsitzende PRO AUGSBURG
Dr. Werner Lorbeer, Stadtrat PRO AUGSBURG

Antrag zur Schaffung der hauptamtlichen Position eines Stadtwaldrangers

StadtwaldrangerAus der Presse konnten wir entnehmen, dass wertvolle Pflanzen aus den geschützten Bereichen unseres Stadtwaldes entwendet wurden. Kiesbänke und andere Bereiche, die zur Erholung geschaffen wurden, werden vermüllt. Kompetenzen des Ordnens und der Müllentsorgung wandern immer wieder zwischen verschiedenen Ämtern hin und her.

Es gibt zahlreiche Vereine und Organisationen, die sich in vorbildlicher Weise, jedoch stark fraktioniert, um die Natur des Stadtwalds, der anliegenden Parks und Kiesbänke und die Lechauen südlich und nördlich von Augsburg bemühen. Wir heben auch die Tätigkeit des LPV hervor.

Zur Koordinierung, aber auch, um die Organisation wirkungsvoller zu machen, regen wir die Schaffung einer Position »Stadtwaldrangers« an. Die Aufgabe wäre einerseits die Gewährleistung von Ordnung, z. B. zur Vorbeugung von Vermüllung. Andererseits als Bildungs- und Organisationsauftrag die fachliche Heranführung von engagierten Bürgern an Naturwissen und Naturschutz.

Die Fraktion PRO AUGSBURG beantragt daher die Schaffung der hauptamtlichen Position eines Stadtwaldrangers. Sie sollte mit den nötigen Befugnissen ausgestattet werden, um die oben beschriebenen Aufgaben zu erfüllen. Ehrenamtliche Stadtwaldscouts sollen aufgebaut und ausgebildet werden. Ordnungs-, Bildungs- und Schutzauftrag für Stadtwald, nördliche und südliche Lechauen, Kiesbänke und angrenzende Seen sollen beschrieben werden, um die bisher unklaren Verwaltungszuordnungen zu entwirren.

Wir sind uns bewusst, dass von vielen Freiwilligen schon hervorragendes geleistet wird und dass es ohne sie nicht geht. Aber freiwilliges Engagement benötigt immer auch ein stabiles organisatorisches Fundament, dessen personelle Komponente mit diesem Antrag geschaffen werden soll.

Beate Schabert-Zeidler,
Fraktionsvorsitzende PRO AUGSBURG

Dr. Werner Lorbeer,
Stadtrat PRO AUGSBURG