Die Augsburger Energiepolitik bei der Umsetzung der Energiewende

Fahrradstadt ToulousePRO AUGSBURG zeigte bereits mit einer Veranstaltung 2008 im Fuggersaal der IHK klare Vorstellungen zur energiepolitischen Entwicklung Augsburgs. Wir haben sie umgesetzt und zügig weiterentwickelt.

Im Aufsichtsrat der Stadtwerke haben wir uns für die Schaffung von Bürgerenergie eingesetzt, die zu einer Gesamtinvestition in erneuerbare Energien von ca. 30 Millionen Euro führen wird und für Augsburger Bürger eine risikolose Möglichkeit darstellt, in erneuerbare Energien zu investieren.

Das nunmehr in einen Prüfstatus eingetretene Gaskraftwerk von 400-00 MWatt könnte einen Beitrag zur Netzstabilisierung liefern, aber keinen Schritt Augsburgs zum Übergang in der Energiewende darstellen. Es handelt sich dabei um ein »Flautenkraftwerk« zum Ausgleich von Energieschwankungen und somit ein kostentreibendes Projekt im Energiemarkt.

Im Gegensatz dazu ist das von den SWA vorbereitete Projekt eines »virtuellen Kraftwerks«, das mehrere BHKWs zusammenschaltet und flexibel ans Netz bringt, ein echter Klima-Beitrag im Kampf um den neuen Energiemarkt, den wir sehr begrüßen.

Die Möglichkeit, sich zu einem virtuellen Kraftwerk zusammenzuschließen, sollte vermehrt von Privaten genutzt werden. Alternativ sehen wir hier auch einen Markt für Dienstleister, der private BHKW-Investitionen zusammenfasst. Wir erwarten zu diesem Thema auch einen Beitrag der Kammern.

Mit der Gründung der »Regionalen Energieagentur«, »e+Haus« etc. wird der Stand der Bautechnik gehalten. NegEnergie-Konzepte (»Sparkonzepte«) sind am unmittelbarsten vom Bürger und vom Hausbesitzer umsetzbar und die die finanzielle Realisierung der Sparpotenziale im Energiebereich rücken immer näher in den Bereich der wirtschaftlichen Investition. Es ist allerdings zu beachten, dass der dadurch entstehende enorme Mehrbedarf an Kapital mit Augenmaß eingesetzt wird. Wenn für den Neubau oder die Wohnungssanierung über 800 Euro pro Quadratmeter angesetzt werden müssen, dann ist eine Grenze der sozialverträglichen Kostenbelastung erreicht.

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Antrag zu einem alternativen Verfahren am Stempflesee

Aus der Presse haben wir entnommen, dass bei der Sanierung des Stempflesees anscheinend eine nicht unerhebliche Zahl an Bäumen gefällt werden muss und nun nach Bürgerprotesten die Bürger Vorschläge für die Umgestaltung des Ufers machen sollen.

Auch wenn uns bewusst ist, dass eine Sanierung des Sees mit der Umgestaltung der Ufer und des Fußweges wohl kaum ohne schweres Gerät und Baumfällungen möglich sein wird, sind wir der Auffassung, dass der Stadtrat bzw. der Umweltausschuss über derartige schwerwiegende Entscheidungen (die wohl aus der getroffenen Grundsatzentscheidung resultieren) hätte informiert werden müssen.

Die Fraktion PRO AUGSBURG beantragt daher, im nächsten Stadtrat am 20.06.2013 einen Sachstandsbericht »Sanierung Stempflesee« auf die Tagesordnung zu setzen, der sowohl die bisherigen Planungen der Verwaltung als auch die Vorschläge der Bürger beinhalten soll. Zusätzlich soll die Verwaltung alternative, schonendere Verfahren prüfen und vorstellen, z.b. Sanierungskonzepte mit wesentlich geringerem technischen Aufwand. Denkbar erscheint z.B. eine Sanierung nicht über die Gehwege, sondern vom See aus.

Beate Schabert-Zeidler,
Fraktionsvorsitzende PRO AUGSBURG

Dr. Rudolf Holzapfel,
1. stellvertr. Fraktionsvorsitzender

Prof. Dr. Rolf Harzmann,
2. stellvertr. Fraktionsvorsitzender

»PRO AUGSBURG lädt ein: Hochzoll-Süd Stadtteilinformation

Panoramabild Hochablass

Montag, 13. Mai, 19.30 Uhr – Pfarrsaal 12 Apostel

Unser Hochzoll lebenswert und zukunftsfähig gestalten – Machen Sie mit: Mit PRO AUGSBURG geht das!

Unsere Themen

  • Neugestaltung des 12-Apostel-Platzes
  • Stadtteilentwicklung Hochzoll
  • Kinderkrippen in Hochzoll
  • Hochablass/Kuhsee nach der Großbaustelle
  • und »Jetzt red i«

KuhseeLech und Kuhsee

Naherholung und Natur erleben
Projekt Licca liber –  Wasser und Kies
Ein Naturschutzgebiet von europäischer Bedeutung erhalten

 

 

Apostel-MarktDer neue 12-Apostel-Platz

Treffpunkt, Nahversorgung, Bank, Markt,
Post, Zeitschriften, Pizzeria,
Medizinisches Zentrum, Mobile Polizeiwache, Gemeindezentrum

 

 

Kita HochzollSoziales in Hochzoll

Neue Kinderkrippen in Hochzoll-Nord und -Süd
Bürgervertretung durch die Aktionsgemeinschaft Hochzoll

 

 

 

Es informieren Sie

Max Weinkamm (Sozialreferent der Stadt Augsburg)
Dr. Manfred Heider (Stadtteilmanager Hochzoll)
Dr. Claus Gebhardt (Stadtwerke Augsburg)
Nicolas Liebig (Landschaftspflegeverband)
Melitta Schuster (Aktionsgemeinschaft Hochzoll)
Dr. Werner Lorbeer (Stadtrat PRO AUGSBURG)

4. Runder Tisch zur Initiative »Rettet den Hochablass«

Lech-KiesbettPresseerklärung zum vierten Runden Tisch in Hochzoll zwischen der Bürgerinitiative, Vertretern der SWA und der Stadtverwaltung vom 15. April 2013 im Alten Wasserwerk.

Der vierte Runde Tisch in Hochzoll wurde in Absprache zwischen Frau Beate Hohenadl (Bürgerinitiative) und Projektleiter Asam (SWA) am 15.4.2013 abgehalten. Ferner waren die Stadtverwaltung, der Naturschutz, die Aktionsgemeinschaft Hochzoll, PRO AUGSBURG und die SPD Hochzoll vertreten.

Die Bürgerinitiative nimmt im Nachgang zum vierten Runden Tisch in Hochzoll zu folgenden Themen Stellung:

  • Turbinenzugang – zurück zur ursprünglichen Zusage
  • Transformatorgebäude – Vorlage einer neuen Planung
  • Fortschritt der Bauarbeiten am Kraftwerk – ein Fertigstellungstermin 31.12.2013 scheint erreichbar
  • Kritik an der »Tabula rasa«-Abräumung der Kiesbank durch die Stadt Augsburg
  • Gestaltungen nach Bauabschluss im engeren und weiteren Umgriff der Kraftwerksbaustelle durch Landschaftsarchitekt Möhrle
  • Verlängerung des östlichen Lechdamms bis zum Kiosk
  • Erhaltung der großen Kiesbank für die Naherholung

Die Vorstellung der Planung des »Transformatorgebäudes« fand Zustimmung. Es wird hinter dem Kiosk errichtet werden. Eine gemeinsame Holzeinhausung wird Transformator, Kraftwerksansteuerung, Toiletten und Tonnenbehausung zusammenfassen. Pläne sind bei Herrn Asam abrufbar. Eine Freileitung zum Transformatorgebäude wird es nicht geben, vielmehr sind Erdleitungen geplant.

Die äußerst strittige Umplanung eines Kraftwerkszugangs, der den Steg nunmehr als eigener Baukörper höhenmäßig überragen sollte, wurde nochmals vorgelegt. Sie stammt aus der Feder der Stadtplanung und des Denkmalschutzes. Herr Dr. Lorbeer (PRO AUGSBURG) wies diese Planung noch einmal zurück. Sie entspricht weder den Zusagen der Stadtwerke noch dem bestehenden Baurecht. Herr Asam bestätigte die Aussage, die inzwischen auch Herr Dr. Gebhart im Umweltausschuss geäußert hat, dass es bei den ursprünglichen Planungen bleibe. Ein den Steg in der Höhe überragendes Zugangsbauwerk ist damit nicht mehr aktuell.

Hier noch einmal das Originalzitat:
Wird das neue Wasserkraftwerk den Menschen vor Ort auffallen?

Dr. Gebhardt: Bis auf eine kurze Zugangstreppe wird das Wasserkraftwerk im bestehenden Wehr unter der Wasseroberfläche verborgen sein. Damit kann man es von außen überhaupt nicht wahrnehmen. Selbst der diskutierte Wasservorhang kann von unserer Seite bestehen bleiben. Voraussetzung ist die rechtliche Genehmigung.

Herr Asam berichtete vonseiten der Projektleitung, dass nach derzeitigem Stand der Bauzeitenplan eingehalten werde könne. Im Moment ergäben sich Schwierigkeiten mit Wasserdruck unterhalb der geplanten Fundamentplatte des Kraftwerks. Der Inbetriebnahme des Kraftwerks zum 31.12.2013 werde voraussichtlich nichts im Wege stehen. Zur Information: Nur bei Einhaltung dieses Termins kann der Betreiber mit einer erhöhten Einspeisungsvergütung rechnen.

Eine strittige Diskussion entstand um die Kiesbank. Frau Pusch (Stadtverwaltung) machte klar, dass die Stadtverwaltung die Verantwortung für das Lechbett kurz oberhalb und kurz unterhalb des Hochablasses habe. Deshalb sei das komplette Abräumen der Vegetation der Kiesbank auf städtische Veranlassung hin geschehen. Die Tabula-rasa-Methode war nicht mit dem Naturschutz abgestimmt und in diesem Umfang sicher nicht nötig und auch nicht sachgerecht (Herr Uffinger, Naturschutz). Die Kritik an dieser Maßnahme kam von allen Beteiligten. Und es wurde der Hoffnung Ausdruck verliehen, dass zukünftig sensibler mit der Kiesbank-Flora und -Fauna umgegangen werde. Die Vermüllung der Kiesbank wurde von allen Teilnehmern beklagt. Einig war man sich aber auch darin, dass der Lech selbst die Wiederanlage von Flora und Fauna bewerkstelligen müsse.

Landschaftsarchitekt Möhrle hat noch keinen Auftrag zur Gestaltung des engeren und weiteren Umgriffs nach Abschluss des Kraftwerksbaus. Es liegen aber dem Grünamt von seiner Seite Vorschläge vor, deren Beurteilung er abzuwarten bittet.

Begrüßt wird vonseiten der Hochzoller Bürger insbesondere die Idee, den östlichen Lechdamm direkt an den Kiosk-Vorplatz anzubinden. Damit würde die bisherige Engstelle der Einmündung des Damms in den Hochablasssteg beseitigt. Der bereits geschüttete provisorische Damm könnte dazu verwendet werden.

Die große Kiesbank muss für die Naherholung weiterhin zur Verfügung stehen. Sie ist Badeplatz und ein Ort, an dem Natur und Wasser erlebt werden können. Durch den Einbau von Wasserbausteinen und Leitung des Turbinenwassers in Richtung Flussmitte könnte das erreichbar sein. Der bestehende Zugang zur Kiesbank soll erhalten bleiben.

Gezeichnet:

Bürgerinitiative »Rettet den Hochablass«,
Willi Reisser, Beate Hohenadl, Dr. Werner Lorbeer

Antrag: Probeweise Umsetzung des LPV-Konzepts »Vernässung des Stadtwaldes«

Nach der Vorstellung des Konzepts »Licca liber« durch Minister Huber im Alten Wassserwerk wird der Umfang und das Ziel diese Projekts klarer.

Das ebenfalls vorgetragene Konzept der TU München weist in diesem Zusammenhang auf eine klare Aufgabenstellung hin, die sich ausschließlich auf das Lechflussbett und seine Sanierung bezieht. Auf Nachfrage wurde explizit bestätigt, dass »Licca liber« keinen Beitrag auf das Projekt »Vernässung des Stadtwaldes« haben wird. Höchstens sei zu erwarten, dass durch das Anheben der Flusssohle ein geringfügiger Anstieg des Grundwasserspiegels zu erwarten sein könnte.

In der Konsequenz bedeutet das, dass die Stadt Augsburg von sich aus ein Projekt für die »Vernässung des Stadtwaldes« angehen muss. Denn es ist eine Tatsache, dass die Quellfluren seit Jahren und in der Tendenz zunehmend leiden, trocken gefallen sind, mit allen kaum erfassbaren Auswirkungen auf Flora und Fauna dieser Lebenswelt von europäischem Schutzrang.

PRO AUGSBURG setzt sich für die Erhaltung der Artenvielfalt im Stadtwald und in den Heiden ein.

Gleichzeitig sind diese Flächen in unterschiedlicher Weise für die Füllung der Augsburger Brunnen und damit der Augsburger Trinkwasserversorgung genutzt, sodass es darauf ankommt, das Naturschutzziel und das Wasserversorgungsziel versöhnend und gleichzeitig zu verfolgen.

Die Fraktion PRO AUGSBURG beantragt deshalb, den Landschaftspflegeverband zu beauftragen, das vorgelegte Konzept in Abstimmung mit der Stadtwerke-Wasser-GmbH probeweise für mindestens ein Jahr im Bereich Bayerbach und Siebenbrunner Quellflur umzusetzen. Das Ergebnis dieses Versuchs sollte dann im Umweltausschuss vorgelegt werden.

Eine Finanzierung des Projekts aus den Mitteln von »Life plus« sollte angestrebt werden. Die Mittel für die Durchführung der Probephase sind bereits in den Haushalt 2013 eingestellt.

Dieses Projekt »Vernässung des Stadtwalds« wäre auch ein neues Kapitel in der Augsburger Wasserwirtschaft, weil nicht nur der Wassernutzen sondern, auch die ökologische Bewirtschaftung der Fläche der Wassergewinnung ins Auge gefasst wird.

Parallel sollte auf eine weiter Erschließung des Stadtwalds und der Heiden verzichtet werden. Neue Erschließungswege oder gar neue Lechquerungen wären kontraproduktiv. Auch die Nutzung als Ausgleichsfläche käme in dem in Rede stehenden Bereich nicht infrage.

Vielmehr müssen die Wiedervernässung des Stadtwalds und die Sanierung der Quellfluren gedanklich in eine Konzeption eingebettet werden, die den Lech von Füssen bis Donauwörth betrachtet, als großes Urstromtal europäischen Ranges sieht und weitere landschaftspflegerische Maßnahmen in der Region erfordern wird.

Beate Schabert-Zeidler,
Fraktionsvorsitzende PRO AUGSBURG

Dr. Werner Lorbeer,
Stadtrat PRO AUGSBURG