10.07.2014 Bereitstellung von Parkraum für motorisierte Zweiräder

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

die Fraktion PRO AUGSBURG beantragt, zu überprüfen, wo in der Innenstadt mehr Parkraum für motorisierte Zweiradfahrer geschaffen werden kann.

Zunehmend wird für Fahrten in die Innenstadt das Moped, Motorrad oder der Roller genutzt. Mopeds und Roller mit Versicherungskennzeichen können unproblematisch bei Fahrradabstellflächen oder ähnlichen Bereichen auf Fußwegen und Plätzen abgestellt werden.

Für die oft baugleichen, aber höher motorisierten Kleinkrafträder und nur unwesentlich größere Motorräder fehlen jedoch ausreichend ausgewiesene Parkflächen, so dass die vorhandenen Plätze an schönen Tagen schnell überbelegt sind. Diese werden dann an nicht vorgesehenen Stellen abgestellt, was häufig zu kostenpflichtigen Verwarnungen (30,- €) führt. Oder diese belegen dann StVO-konform – aber völlig unsinnig – jeweils einen kompletten Autoparkplatz.

Motorisierte Zweiräder entlasten den Innenstadtverkehr, sind billiger und deutlich schadstoffärmer als PKW. Somit wird sowohl der Mobilität als auch der Schadstoffvermeidung Rechnung getragen.

Mit freundlichen Grüßen
Peter Grab Stadtrat PRO AUGSBURG
Beate Schabert-Zeidler, Fraktionsvorsitzende PRO AUGSBURG
Dr. Rudolf Holzapfel, stellvertretender Fraktionsvorsitzender PRO AUGSBURG

Licca liber – Konzepte für die Renaturierung und Vorstellungen für die Freizeitnutzung

gastronomische-nutzung

Gastronomische Nutzung in der Naherholung am Kuhsee.

PRO AUGSBURG ist zusammen mit »Hände weg vom Hochablaß« Stakeholder für die Wahrung der Naherholungsinteressen an Lech und Hochablass.

Das Wasserwirtschaftsamt hat nun in Zusammenarbeit mit diversen Planungsbehörden den Kern einer möglichen Planung zwischen Lechstaustufe 23 und dem Hochablass vorgelegt. Die Tischvorlage wurde lebhaft diskutiert. Unbestritten ist, dass die Vorschläge in die »richtige Richtung« (Lechallianz) gehen und den ökologischen wie ästhetischen Wert des Flusslaufs aufwerten werden.

Die Naherholungsinteressen wurden durch die Benennung von Stichpunkten eingebracht:

  • Erhaltung der flussnahen Rad- und Wanderwege
  • Erhaltung der Seenkette Kuhsee, Auensee, Weitmannsee
  • Keine Hängebrücke auf der Höhe Kissing um auf der westlichen Stadtwaldseite einen Naturrückzugsraum zu erhalten
  • Aufbau eines Zonenkonzepts für Naherholung, Naturerleben und Naturrückzugsraum
  • Ausbau einer Kanu- und Rafting-Wanderstrecke mit Flussgestaltung und Einsatzpunkt an der Lechstaustufe.

Kritik ist aber auch angesagt. Die Planungen beschränken sich vorläufig auf die Fließstrecke bis zum Hochablass. Für die geschundenen innerstädtischen Fließstrecken liegt vorläufig kein Konzept vor. Da ist auf jeden Fall zu fordern: Mehr…

Stadtwaldranger gefordert

Beate Schabert-Zeidler HochformatVon Beate Schabert-Zeidler, Platz 2

Augsburgs Stadtwald ist von europäischem Rang. Er ist der wichtigste Trittstein für die Natur zwischen der Schwäbischen Alb und den Alpen. Die Heiden beherbergen seltene Arten. Außerdem dient der Stadtwald als Sammler für das Augsburger Trinkwasser.

Augsburg wurde kürzlich aufgeschreckt durch einen groß angelegten Diebstahl von Spitzorchideen, die in den Heiden ausgegraben wurden.

Unsere Jugend muss an das Naturerbe herangeführt werden. Kontroll-, Überwachungs- und Bildungsaufgabe im Stadtwald und am Lech müssen in einer Hand zusammengeführt werden. Wir fordern deshalb, beim Landschaftspflegeverband einen Stadtwaldranger anzustellen, der sich der Überwachungsprobleme annimmt und die Natur des Stadtwalds durch Naturerfahrung für die Jugend erschließt.

Stadtwald

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Der Lechfahrradweg hat ein Loch! PRO AUGSBURG fordert Lechkonferenz

LechfahrradwegDer Lechfahrradweg von der Schwäbischen Alb bis nach Tirol sollte den ganzen Lech erfahrbar machen: Mit Wanderwegen und Radwegen. Davon sind wir noch weit entfernt. Es muss in das Bewusstsein der Öffentlichkeit, dass der Lech eine einmalige Verbindung der großen Naturräume Schwäbische Alb und Alpen darstellt.

Die große Lücke in den Wanderwegen südlich von Augsburg ist für den Naturfreund mehr als ärgerlich. Google Maps zeigt, dass weder westlich noch östlich des Lechs eine Fahrradtrasse existiert. Auch in Kombination von beiden lässt sich kein brauchbarer Weg finden.

Die beliebte Fahrradwanderroute Via Claudia beispielsweise weicht sogar bis westlich der B17 aus. Es ist höchste Zeit und ebenso im Sinne des modernen Naturerlebens wie auch des erwachenden Fahrradtourismus’, Lückenschluss zu betreiben.
Das Google Maps entnommene Bild [Link zur Karte auf Google Maps], das den Lechabschnitt zwischen Unterbergen und Prittriching zeigt, macht die Forderung nach einem zusammenhängenden östlichen Radweg deutlich. Man erkennt die bestehende Unterbrechung. Gleichzeitig wird auch sichtbar, dass von Osten her immer mehr Gewerbeansiedlung (Solaranlage) an den Lech herangeschoben wird. Diese Tendenz muss dringend gestoppt werden.

Die Augsburger Politik muss über ihren Tellerrand hinausblicken. Eine Umweltstadt muss sich um den gesamten Lech kümmern. Eine durch Augsburg organisierte Lechkonferenz könnte Vertreter von Tirol und bayerische Lechanlieger zusammenbringen und die verbindenden Themen Wasserkraftnutzung, touristische Nutzung und Biodiversität im Zusammenhang diskutieren.

Ein Umweltreferent in der nächsten Ratsperiode muss sich dieser regionübergreifenden Aufgabe stellen. Wir müssen dringend ein Projekt der Auenerweiterung auf der ganzen Länge des Lechs von Augsburg ausgehend auf deutscher Seite anschieben.

[WL]

Landschaftszerstörungen im Wertachtal – Wertach vital nicht isolieren!

Wertach vitalNaturfreund Markus Wende hat protestiert gegen die Zerstörung der Landschaft im Augsburger Wertachtal. Er fordert, dass Wertach vital nicht nur auf den Fluss bezogen, sondern auch ein Label für das ganze Tal wird. Dazu gehört ganz sicher ein schonender Umgang mit Böden und Hecken. Stadtnahe Landwirtschaft hat andere Aufgaben als das Füttern von Biogaskompostern oder den Boden für Solaranlagen bereitzustellen.

Die von Markus Wende erstellte und zur Verfügung gestellte Fotostrecke ist ein erschütterndes Zeugnis von Landschaftszerstörung rings um Wertach vital im Bereich Neu-Bergheim/Wellenburg.

Markus Wende ruft PRO AUGSBURG, die Stadtregierung und die Stadtgesellschaft auf, die Natur rund um die Stadt neu zu bewerten. Große Anstrengungen des Naturschutzes wie Wertach vital dürfen nicht kurzsichtigen Interessen des landwirtschaftlich-industriellen Komplexes geopfert werden. Auch Planungen wie in Hochzoll, wo intakte Äcker für Solarüberglasung planerisch zur Verfügung gestellt wurden, müssen eine Ende finden und im Interesse der stadtnahen Erholung für die Bürger eine klare Absage erhalten. Viel wichtiger ist die stadtnahe Produktion von frischen Lebensmitteln bis hin zur kleinteiligen Flächennutzung durch Bürgeräcker oder Selbsternteanlagen.

Das Projekt Licca liber sollte aus dem Beispiel Wertach lernen: Schutz des Stadtwalds und Schaffung eines cordon sannitaires längs des Flusses durch Unterstützung einer angepassten Landwirtschaft ist hier frühzeitig geboten. Am besten geht das durch ein abgestuftes Zonenkonzept, das ein hartes Aufeinanderprallen wie im Wertachtal von vorne herein verhindert.

Weiterlesen: Offener Brief an OB Gribl und Umweltreferent Rainer Schaal

[M. Wende, WL]