Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, 2007 wurde aus städtebaulichen Gründen die Integration einer Straßenbahnwendeschleife in Parkhaus auf der Westseite des Bahnhofs am Ende des Straßenbautunnels abgelehnt. Nun liegt die Idee zur Konstruktion einer Wendeschleife unter dem Güterbahnhofsgelände vor.
Seit 2007 hat sich jedoch durch die »Wunderle-Planung« das städtebauliche Konzept verändert und mit der Planung der Hochterrassenstraße zwischen Gögginger Brücke und Bgm. Ackermannstraße entsteht eine völlig neue Situation. Sie ist nicht mehr vergleichbar mit der, die 2007 zum Urteil»städtebaulich nicht wünschenswert« geführt hat.
Es steht zu vermuten, dass die Errichtung einer Wendeschleife im Zusammenhang mit einem Parkhaus, Fahrradunterstellung, Tunnelmund für Fußgänger und weiteren Funktionen Synergien im Bau der Wendeschleife und damit auch Kostensenkungen für das Gesamtprojekt nach sich ziehen könnte. Insbesondere könnte vermutlich das gesamte Bauwerk in offener Bauweise mit entsprechend einfacherem Engineering durchgeführt werden.
Die Fraktion PRO AUGSBURG beantragt deshalb folgendes prüfen zu lassen:
- Wie ist die städtebauliche Situation, die durch die Integration von Wendeschleife und Westbauwerk entsteht, zu beurteilen?
- Ob es von der Konstruktion und von der Kostenschätzung her Argumente für eine Integration der Bauwerke »Westportal« und »Wendeschleife« geben könnte.
- Ob in das Westbauwerk das Bahn-Betriebsgebäude mit integriert werden kann. zugunsten einer angedachten Hochterrassen-Tangente.
Mit freundlichen Grüßen
Beate Schabert-Zeidler, Fraktionsvorsitzende PRO AUGSBURG
Dr. Werner Lorbeer, Stadtrat PRO AUGSBURG
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, Stop-and-Go-Verkehre sind massiv umweltbelastend. Geschwindigkeitswechsel und ungeregelte Ampelphasen tun ein Übriges. Ein flüssiger Verkehr bei konstanter Geschwindigkeit ist bekanntermassen umweltverträglicher. Zusätzlich zur schon installierten intelligenten Beschilderung und Ampelsteuerung auf der Friedberger Straße ist es deshalb nötig, die kurzen Beschleunigungsbereiche zwischen den Ampeln zu entschärfen und »Beschleunigungs-Spitzen« zu verhindern.
Die Fraktion PRO AUGSBURG beantragt deshalb die Verwaltung zu beauftragen, auf der Friedberger Straße im Bereich zwischen der Meringer Straße und dem Roten Tor, durchgehend und einheitlich die Geschwindigkeit auf 50 km/h zu begrenzen.
Somit werden kurze »Sprint-Strecken« mit zusätzlicher massiver Lärm- und Schadstoff-Belastung durch Anfahren und Beschleunigung vermieden.
Mit freundlichen Grüßen
Beate Schabert-Zeidler, Fraktionsvorsitzende PRO AUGSBURG
Dr. Werner Lorbeer, Stadtrat PRO AUGSBURG
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, die Stadt Augsburg ist gehalten ihre Budgetierungs- und Finanzsoftware zu modernisieren. Im Moment wird beispielsweise für die Haushaltserstellung, die mittelfristige Finanzplanung, Budgetierung ein Softwaresystem eingesetzt, dessen Zukunftsfähigkeit durch das Auslaufen der Softwarewartung und der Hardwarebasis beschränkt ist. Ferner fehlen der Software wesentliche Bestandsmerkmale im Bereich der Query- und Reporttechnik, die auch nicht mehr nachrüstbar sind.
Die mittelfristige Finanzplanung sieht Investitionen in diesem Bereich vor, aber der bereits begonnene Modernisierungsprozess wurde wegen Ressourcenknappheit unterbrochen. Mit dem Ende der WM Organisation kann der Projektmanager Herr Rotter diesen unterbrochenen Prozess wieder aufnehmen.
Nachdem es sich nicht einfach um einen Investition sondern ebenso um eine Reorganisation von Abläufen handelt, beantragt die Fraktion PRO AUGSBURG die Verwaltung zu beauftragen, den Prozess der Softwaremodernisierung im Bereich des Finanzwesens noch im laufenden Haushaltsjahr 2011 in Form eines umfassend formulierten Projekts »IT-Finanzen« wieder aufzunehmen.
Das nach außen hin sichtbare Ziel ist die Erstellung eines Anfangsbilanz der Stadt Augsburg, das zeitlich in die erste Halbzeit der nächsten Ratsperiode fallen könnte.
Nach innen hin sollten sich die Wirkungen mit der Implementation eines modernen Budgetierungsmoduls allerdings rascher umsetzen lassen.
Wir erwarten hiervon positive Effekte auf Arbeitsabläufe, Reporting, Zugriff und Transparenz, die bereits bei der Erstellung des Haushalts 2013 wirksam sein könnten.
Mit freundlichen Grüßen
Beate Schabert-Zeidler, Fraktionsvorsitzende PRO AUGSBURG
Dr. Werner Lorbeer, Stadtrat PRO AUGSBURG
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, im Internet sind verstreut eine Anzahl von Messergebnissen verfügbar, die unmittelbar den Zustand der Luftatmosphäre Augsburgs angeben. Um nur einige zu nennen: Belastungen durch Ozon, Staub etc. …
In den allgemeinen Wetterdiensten ist z.b. die UV-A und UV-B Einstrahlung verfügbar. Angeregt durch Fukushima wäre eine Dauermessung der radioaktiven Grundbelastung denkbar.
Es gäbe darüber hinaus interessante allgemeine Wetterdaten wie Ionisationsgrad der Luft die zu den allgemein bekannten Daten wie Temperatur, rel. Luftfeuchte etc. hinzutreten können.
Diese verstreuten Daten sollte man bündeln und der Augsburger Öffentlichkeit permanent zur Verfügung zu stellen. Beispielsweise könnte am Marktamt neben dem Augsburger Hahn auch eine Anzeigensäule mit den Messdaten zur Augsburger Umweltqualität installiert werden. Denkbar wäre auch, diese Messwerte über die städtische Homepage und über Monitore/ Terminals am Königsplatz und/oder den Bahnhöfen darzustellen.
Vermutlich müssen dazu keine eigenen Messstationen betrieben werden, weil in den in Augsburg beheimateten Institutionen »Universität«, »Landesamt für Umweltschutz« sowie den »Messstationen« genügend Permanentmessungen betrieben werden.
Die Fraktion PRO AUGSBURG beantragt zu prüfen, ob diese Form der bürgernahen Umwelttransparenz eine Umsetzungsmöglichkeit haben könnte. Für die anfallenden laufenden Kosten könnten Sponsoren aus dem Bereich Umwelttechnik oder Versorgung gewonnen werden..
Mit freundlichen Grüßen
Beate Schabert-Zeidler, Fraktionsvorsitzende PRO AUGSBURG
Dr. Werner Lorbeer, Stadtrat PRO AUGSBURG
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, angeregt durch das Wahlprogramm von PRO AUGSBURG 2008 stellt die Faktion PRO AUGSBURG den Antrag, die Stadtakademie zur »Stadt- und Führungsakademie« zu erweitern und ihr auch einen entsprechend erweiterten Aufgabenkreis zu übertragen.
Die Schulung von Führungskräften könnte sich auf Bereiche wie Personalführung, Kosten- und Leistungsrechnung, Datenschutz- und Datensicherheit beziehen. Sicherlich werden im Laufe der Zeit variable Themenbereiche erforderlich sein.
Bereits geplante Fortbildungen im Bereich Personalführung und Informationstechnologie könnten in einer Stadt- und Führungsakademie zusammengeführt werden. Für den Bildungsstandort Augsburg mit FH und Universität bietet sich außerdem an, das regionale Know how für die Führung der Stadtverwaltung zu nutzen.
Die Notwendigkeit präventiv und fortbildend für Amtsleiter und Führungspersonal tätig zu werden ergibt sich aus einer dynamischen Verwaltungsumgebung mit Läder-, Bund- und EU- Vorschriften sowie aus der angestrebten Modernisierung der Verwaltung in der 2. Hälfte der aktuellen Ratsperiode.
Mit freundlichen Grüßen
Beate Schabert-Zeidler, Fraktionsvorsitzende PRO AUGSBURG
Dr. Werner Lorbeer, Stadtrat PRO AUGSBURG