WernerLorbeer

Dr. Werner Lorbeer, einer der profiliertesten Köpfe von Pro Augsburg, hat uns für immer verlassen.

Werner Lorbeer war als Nachrücker für Walter Seinsch  insgesamt fünf Jahre im Stadtrat tätig.
Seine politischen Schwerpunkte waren vielfältig, sein Hauptaugenmerk lag auf den Finanzen und der Verwaltung.
Er war es, der den sog. KGST-Prozess zur finanziellen Straffung des Haushaltes mit Nachdruck verfolgt hat, leider ohne die nötig politische Unterstützung unseres damaligen Koalitionspartner CSU. Die Straffung der Verwaltung, effektivere Abläufe und Personaleinsparungen hatten hohe Priorität. Bei der Besetzung von Spitzenämtern in der Verwaltung war ihm immer auch der Blick von außen ein Anliegen, daher sein Petitum für Ausschreibungen dieser Stellen auch über Augsburg hinaus. Eine eigene Verwaltungsakdemie für Führungskräfte der Stadt sollte die Effizienz steigern helfen.

Als leidenschaftlichem und engagiertem Lehrer für Naturwissenschaften war ihm aber auch die zeitgemäße Ausstattung der Augsburger Gymnasien in den naturwissenschaftlichen Fächern ein Herzensanliegen, für das er in den Haushaltsberatungen immer gekämpft und vieles erreicht hat.

Als gebürtiger Hochzoller war ihm sein Stadtteil, vor allem aber der Lech und seine Gestaltung eine Herzensangelegenheit. Das neue Kraftwerk am Hochablass hat er kritisch begleitet, dass der Wasservorhang am Hochablasswehr weiter besteht, ist auch mit sein Verdienst, ebenso die noch in Planung befindliche Fischtreppe. Seine Vision war ein Fernwanderweg entlang des Lechs bis nach Füssen, ebenso ein touristisch und wirtschaftlicher Verbund er dort anliegenden Gemeinden.
Denkmäler in der Stadt hat er unterstützt und gefördert. Ohne ihn würde der Manzubrunnen nicht wieder an hervorgehobener Stelle am Königsplatz seinen würdigen Platz gefunden haben.
Nachhaltigen Umweltschutz, insbesondere beim Wasser, hat er nachdrücklich eingefordert. Der geplanten Ostumgehung stand er daher kritisch-ablehnend gegenüber.
Auf Grund seiner schon fortgeschrittenen Erkrankung hat er nicht wieder für den Stadtrat kandidiert, sehr zum Leidwesen von uns allen.
Er hat sich unbestechlich um seine Heimatstadt Augsburg gesorgt. Dies wird uns ein Vermächtnis sein.