Sehr geehrte Damen und Herren der Medien,
am 18.11.2011 hat uns eine Presseerklärung des CSU-Fraktionsvorsitzenden zur StaBi-PK vom 17.11 2011 erreicht. Als eine strikt auf die Interessen von Augsburg ausgerichtete Bürgergruppierung begrüßt auch PRO AUGSBURG die von Herrn Dr. W. Heubisch und dem Generaldirektor der Bayerischen Staatsbibliothek, Herrn Dr. R. Griebel, skizzierten Zukunftskonzepte für dieses national und international geschätzte Stadt-Juwel, das über Jahrzehnte nicht nur vom Staat sträflich vernachlässigt worden ist.
Bei Meldungen wie dieser (beträchtliche Erhöhung der Betriebskosten-Zuschüsse, bauliche und strukturelle/funktionelle Sanierung) wird – ganz anders als bei Misserfolgen – die Zahl der Väter des Erfolgs rasch unübersichtlich, weswegen es leicht vorkommen kann, dass im Hochgefühl des Frohlockens der eine oder andere Vater schlichtweg übersehen wird. Kleinlich, wer Böses dabei denkt!
Um zukünftig Versäumnissen wie diesem vorzubeugen und auch retrospektiv zu verhindern, dass die entscheidenden Wegbereiter dieses Erfolgs »urheberrechtlich« auf der Strecke bleiben, sei darauf hingewiesen, dass neben den vom CSU-Fraktionsvorsitzenden namentlich belobigten 4 Personen zwei weitere zumindest gleichwertige Weichenstellungen vorgenommen haben:
Im Sommer 2010 hat der u.a. für die StaBi zuständige Kulturreferent, BGM Peter Grab, medien- und München-wirksam mitgeteilt, dass sich der Freistaat – ausgehend von einem ca. 130 Jahre alten Vertrag – bei den jährlichen StaBi-Betriebskosten (1 Million €) wenig vornehm zurückhalte und lediglich 19.000 € beitrage. Sein durchaus provokantes Konzept: Angemessene Beteiligung durch oder Verlagerung der staatlichen Buchbestände nach München.
Dieser partiell besonders liebevoll kritisierte Therapie-Ansatz hatte verblüffende Effekte:
1.) Postwendende Gründung der »Initiative zur Unterstützung der Staats- und Stadt-Bibliothek« (Dr. H. Zäh).
2.) Prompte Positiv-Signale aus München (Dr. W. Heubisch).
Wenn die Namen derer, die den Anstoß gegeben, Ideen geliefert und die Basisarbeit erledigt haben (P. Grab, Dr. H. Zäh), versehentlich übersehen werden, stellen Kenner die »Riccola-Frage«: Wer hat´s erfunden? – zumal die ja nicht unwichtiger ist als die Frage nach den späteren Helfern.
Da viele an diesem für Augsburg jetzt wohl absehbaren Erfolg mitgearbeitet haben, sollte man sich bei aller Freude auch die Zeit nehmen, auf eine selektive Benennung der Fakten und Autoren zu verzichten.
Andernfalls gilt: »Eine gute Idee ist wie ein Hahn am Morgen – gleich krähen alle Hähne mit« (Heinrich Waggerl).
Mit freundlichen Grüßen
Beate Schabert-Zeidler, Fraktionsvorsitzende PRO AUGSBURG
Dr. Rudolf Holzapfel, 1. stellvertr. Fraktionsvorsitzender
Prof. Dr. Rolf Harzmann 2. stellvertr. Fraktionsvorsitzender